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Der Bargeldbezug im Ausland mit Postfinance-Karten wurde in den letzten Monaten durch ein fehlerhaftes Software-Update teilweise verunmöglicht. Die mangelhaften Karten werden nun ersetzt. (Symbolbild)

KEYSTONE/PETRA OROSZ

(sda-ats)

Die Postfinance muss schweizweit 100'000 fehlerhafte Postfinance-Karten ersetzen. Ein mangelhaftes Software-Update bei einer der beiden für die Kartenprogrammierung zuständigen Firmen führte dazu, dass mit den Karten im Ausland kein Bargeld abgehoben werden konnte.

Die betreffenden Karten wurden zwischen Januar und April 2017 ausgestellt. Seit Mitte Mai läuft nun eine kostenlose Austauschaktion, die bis Mitte nächster Woche abgeschlossen werden soll, wie Postfinance-Sprecher Johannes Möri am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda erklärte. Der Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht des Onlineportals 20Minuten.ch.

"Viele der betroffenen Kundinnen und Kunden haben den Fehler bisher wohl gar nicht bemerkt, da die Karten in der Schweiz einwandfrei funktionieren. Das ist mit ein Grund dafür, dass wir das Problem zunächst an einer anderen Stelle vermuteten", erklärte Möri.

Denn zufälligerweise sei gleichzeitig ein Fehler bei einigen Geldautomaten von gewissen Visa-Abwicklern in Spanien, Frankreich und Deutschland aufgetreten. Bei den Geräten habe zeitweise auch mit korrekt funktionierenden Postfinance-Karten kein Geld bezogen werden können.

Zunächst ist die Postfinance deshalb laut Möri davon ausgegangen, dass die Automaten der Grund für die Probleme seien. Man habe den Kunden empfohlen, es bei einem anderen Geldausgabegerät zu versuchen. Erst nach und nach habe man festgestellt, dass es auch fehlerhafte Postfinance-Karten gebe.

Laut Postfinance-Sprecher Möri besteht kein Zusammenhang mit den grossen Störungen beim E-Banking-System, mit denen die Postfinance im Januar, Februar und zuletzt im Mai zu kämpfen hatte. Im aktuellen Fall handle es sich um einen Produktionsfehler bei einem externen Partner.

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SDA-ATS