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Die Digitalisierung setzt auch der Bank der Post zu: Sie plant darum einen grösseren Umbau der Bank. (Archivbild)

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Die Postfinance will sich neu aufstellen und plant dazu die Verlagerung eines Teils der Angestellten in eine Tochterfirma. Die Gewerkschaft Syndicom fürchtet, dass sich damit die Arbeitsbedingungen der betroffenen Angestellten deutlich verschlechtert.

Die Postfinance hat laut der Gewerkschaft Syndicom am (heutigen) Donnerstag ein Konsultationsverfahren eingeleitet. Auslöser dafür seien ein geplanter Stellenabbau und Änderungskündigungen, bestätigt Syndicom-Sprecher Christian Capocoel einen Bericht des "Blick". Postfinance selbst war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Laut Capocoel stehen bei den anstehenden Gesprächen nicht der bereits im letzten November angekündigte Stellenabbau im Vordergrund, sondern die Änderungskündigungen bei einem Teil der Belegschaft. Diese wolle Postfinance tatsächlich vornehmen, um diese Angestellten in eine Tochterfirma mit schlechteren Arbeitsbedingungen auszulagern. "Das geht so nicht", sagt Capocoel, der die beabsichtigte Verlagerung als einen Skandal bezeichnet.

Syndicom geht davon aus, dass Postfinance diese Verlagerung vornimmt, um einerseits die Löhne dieser Angestellten zu drücken und andererseits flexibler zu sein. Mit dem Wechsel zur Tochterfirma unterstehen laut Capocoel die Angestellten nämlich nicht mehr dem bisherigen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Post, der auch für alle Postfinance-Angestellten gilt, sondern einem "deutlich schlechteren" GAV, der unter anderem keinen Sozialplan mehr vorsieht.

Gemäss Syndicom sind von der Verlagerung 137 Angestellte betroffen, die für die Bearbeitung der Einzahlungsscheine zuständig sind. Die Gewerkschaft befürchtet jedoch, dass diese Verlagerung erst der Anfang ist. "Postfinance hat noch viele Angestellte, deren Arbeitsplatz durch die Digitalisierung unter Druck geraten werden", sagt Roland Lamprecht von Syndicom auf Anfrage.

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SDA-ATS