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Am Montag gibt der Bund die Krankenkassenprämien für 2017 bekannt. Schätzungen gehen von einem Anstieg zwischen 4 und rund 6 Prozent aus. (Symbolbild)

Keystone/AP dapd/SASCHA SCHUERMANN/DDP

(sda-ats)

Am heutigen Montag gibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Krankenkassenprämien für das Jahr 2017 bekannt. Der Krankenkassen-Dachverband santésuisse rechnete im Juli mit einem Prämienanstieg von 4 bis 5 Prozent im nächsten Jahr.

Die Kosten wachsen laut santésuisse-Direktorin Verena Nold in günstigeren, ländlichen Kantonen stärker als in den tendenziell teuren Kantonen wie Basel-Stadt, Genf und Waadt. Die Helsana-Gruppe, die nicht zu santésuisse gehört, erwartet in der Grundversicherung einen Anstieg von durchschnittlich 3,7 Prozent.

Risikoausgleich könnte sich auswirken

Von etwas mehr Wachstum geht der Internetvergleichsdienst bonus.ch aus. Er rechnet für 2017 mit einer durchschnittlichen Erhöhung der Prämien um 6,5 Prozent. Für Erwachsene mit einer Franchise von 300 Franken dürfte es etwas weniger sein, nämlich 5 bis 6 Prozent.

Zu beachten sei, dass die Anpassung des Risikoausgleichsmechanismus sich negativ auf manche Prämien auswirken werde, schrieb bonus.ch. Der Vergleichsdienst geht davon aus, dass über 20 Prozent der über 200'000 veröffentlichten Krankenkassenprämien mehr als 10 Prozent erhöht werden.

Die Kosten für ambulante Behandlungen stiegen im vergangenen Jahr um 3,9 Prozent pro versicherte Person. Im ersten Halbjahr 2016 kamen weitere 4,3 Prozent hinzu, wie santésuisse Mitte September mitteilte.

Steigende Gesundheitskosten

Das grösste Kostenwachstum verzeichneten 2015 die ambulanten Arztkosten mit 5,7 Prozent. Die Kosten für ambulante Behandlungen im Spital nahmen um 3,2 Prozent zu. Diese Kosten tragen die Krankenkassen alleine. Die von den Kantonen mitfinanzieren Kosten im stationären Bereich der Spitäler stiegen lediglich um 1,9 Prozent.

Der Krankenkassenverband führt das Kostenwachstum im ambulanten Arzt- und Spitalbereich auf die Mengenausweitung zurück. Bei den Medikamenten dagegen gaben fehlende Regelungen für tiefere Generikapreise den Ausschlag.

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SDA-ATS