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Prämienerhöhungen gemäss Bund mitten im Jahr ausgeschlossen

Dieser Inhalt wurde am 27. Oktober 2009 - 12:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Die Krankenkassenprämien werden nicht mitten im Jahr erhöht. Nach der Bekanntgabe der Prämien für 2010 hatten 18 Versicherungen angekündigt, dass sie schon im kommenden Sommer wieder aufschlagen wollen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erteilt diesem Ansinnen nun eine Absage.
Gesuche um Prämienerhöhungen mitten ihm Jahr würden nicht bewilligt, sagte BAG-Vizedirektor Peter Indra gegenüber der Zeitung "Le Matin" vom Dienstag. Daran ändert für ihn auch die Tatsache nichts, dass die Reserven der 18 Krankenkassen tatsächlich ungenügend sind - nach Angaben von Indra liegen sie mindestens 4 Prozent unter dem gesetzlichen Minimum.
Das BAG habe die Prämien für 2010 in Kenntnis der ungenügenden Reserven bewilligt, sagte Sprecher Daniel Dauwalder gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Angesichts der ohnehin starken Aufschläge habe man dies in Kauf genommen und hoffe, dass die Lücken 2011 gefüllt werden könnten.
Ohnehin könnten die Gesundheitskosten noch höher ausfallen als berechnet. Das BAG müsse sich dabei aber auf die Angaben der Krankenkassen verlassen, sagte Dauwalder. Diese müssen sich ihrerseits auf Modellrechnungen abstützten. Die tatsächlichen Kosten für 2009 kennen sie erst im Frühling 2010.
Wenige Tage nach der Bekanntgabe der Prämien für 2010 hatten 18 Versicherer angekündigt, dass sie die Prämien möglicherweise schon im nächsten Sommer wieder erhöhen müssen. Der Krankenkassendachverband santésuisse bezeichnete den Schritt als eine "Frage des Überlebens", da die Reserven nicht ausreichten.

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