Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Eklat innerhalb der Zürcher Tierversuchskommission: Der Philosoph und Ethiker Klaus Peter Rippe hat mit sofortiger Wirkung sein Amt als Präsident der kantonalen Kommission niedergelegt.

Rippe, der seit 16 Jahren der Tierversuchskommission angehört und diese seit 8 Jahren präsidiert, habe bei Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) seinen sofortigen Rücktritt eingereicht, sagte Urs Rüegg, Mediensprecher der Zürcher Gesundheitsdirektion, am Freitag auf Anfrage. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht im "Tages-Anzeiger".

Auslöser war ein Schreiben des kantonale Veterinäramtes an das Rektorat Medizin und Naturwissenschaften der Universität Zürich und an den Vizepräsidenten für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen der ETH Zürich. Darin wurden die beiden Rektoratsvertreter eingeladen, für die Mitte Jahr anstehende Neubestellung der kantonalen Tierversuchskommission Wahlvorschläge zu machen.

Dieses Vorgehen komme einer Änderung des Auswahlverfahrens gleich, sagte der Ethikprofessor gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Bisher habe das Veterinäramt jeweils einzelne Institute oder Fakultäten konsultiert und bisherige Kommissionsmitglieder angefragt, ob sie weiter machen wollten.

Die Tierversuchskommission besteht aus 11 Mitgliedern. Drei davon sind gemäss Gesetz den Tierschutzverbänden vorbehalten, einen Sitz haben die Tierärzte inne. Bei den übrigen 7 Sitzen sind die ETH und die Universität angemessen zu berücksichtigen. Rippe galt als unabhängiges Mitglied. Gewählt wird die Kommission vom Regierungsrat.

Bundesgerichtsurteil sorgte für Unruhe

Getrübt wurde das Verhältnis zwischen Tierversuchskommission und den beiden Hochschulen im Oktober 2009, als das Bundesgericht das Verbot von zwei Affenversuchen am Institut für Neuroinformatik von Universität und ETH aus ethischen Gründen als rechtens beurteilte. Gegen die zuvor vom Veterinäramt bewilligten Versuche hatte die Tierversuchskommission Rekurs eingelegt.

Universität und ETH befürchteten nach dem Urteil des Bundesgerichts negative Auswirkungen auf den Forschungsplatz Zürich. In einem Interview in der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ) warfen die beiden beteiligten Forscher der Tierversuchskommission vor, sie agiere willkürlich. Letztlich sei es ihr nur darum gegangen, die Primatenexperimente aus Prinzip zu stoppen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS