Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

In einem Interview mit dem US-Fernsehen hat der ägyptische Präsident Husni Mubarak für den Fall seines Rücktritts vor dem Abgleiten seines Landes ins Chaos gewarnt.

Er sei zwar zur Aufgabe des Amts bereit, sagte Mubarak am Donnerstag dem Sender ABC. Ein sofortiger Rückzug würde die Lage in Ägypten aber noch instabiler machen. "Wenn ich heute zurücktrete, wird es Chaos geben", zitierte ABC den Präsidenten in einer Presseerklärung.

Angesichts der Gewalt auf den Strassen habe sich Mubarak besorgt geäussert. "Ich war sehr unglücklich über das, was gestern geschehen ist", zitierte ihn der Sender weiter. "Ich will nicht, dass Ägypter gegen Ägypter kämpfen."

Ein Einlenken angesichts der wütenden Strassenproteste gegen ihn lehnte Mubarak hingegen ab. Angesprochen auf die Demonstranten entgegnete er laut ABC: "Mir geht es nicht darum, was die Leute über mich sagen. Mir geht es um mein Land, mir geht es um Ägypten."

Beim Interview sei auch Mubaraks Sohn Gamal zugegen gewesen, der einmal als Wunschnachfolger des Präsidenten galt. Mubarak bestritt in dem Interview laut ABC-Angaben aber, dass er seinen Sohn als seinen Nachfolger aufbauen wollte.

Weichen für Dialog gestellt

Zuvor hiess es aus Kairo, die Regierung wolle offenbar die Weichen für einen Dialog mit der Opposition stellen. Der neue ägyptische Regierungschef Ahmed Schafik sagte in Kairo, die Regierung werde das Gespräch mit den Demonstranten suchen.

Er entschuldigte sich am Donnerstag für Angriffe seitens der Anhänger von Staatspräsident Husni Mubarak auf dessen Gegner und sprach von einem "eklatanten Fehler". Er kündigte eine Bestrafung der Verantwortlichen und eine Untersuchung der Vorgänge an.

Auch die islamistischen Muslimbrüder wurden nach Angaben des ägyptischen Vizepräsidenten Omar Suleiman zu einem Treffen mit Regierungsvertretern eingeladen. Die Gruppe gilt als eine der wichtigsten Oppositionskräfte im Land.

Oppositionsführer Mohamed al-Baradei lehnte allerdings das Verhandlungsangebot der Regierung ohne Vorbedingungen ab. Er forderte, zuerst müsse Mubarak sein Amt niederlegen. Weiter sagte Al-Baradei, vor jedweder Verhandlung müsse die Sicherheit auf dem Tahrir-Platz im Zentrum Kairos wiederhergestellt werden.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS