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Zürich - Der Verband Schweizer Privatradios (VSP) hält die Kritik des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom), die Qualitätssicherung der Radiostationen weise erhebliche Mängel auf, für überzogen. Es gehe nicht an, eine ganze Branche unter Generalverdacht zu stellen.
Dass das Bakom als Aufsichtsbehörde rund zwei Jahre nach der Konzessionsvergabe die Einhaltung der Auflagen einfordere, sei in Ordnung, sagte VSP-Präsident Jürg Bachmann in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Qualitätssicherung sei wichtig.
Breit gefasster Qualitätsbegriff
Bachmann spricht sich jedoch dafür aus, den Begriff Qualitätssicherung breit zu fassen. Qualität messe sich nicht nur an guten Konzepten und Pflichtenheften. Gute Hörerzahlen seien mindestens so wichtig. Daran würden die Programmleiter gemessen.
Bachmann fordert daher vom Bakom mehr Praxisnähe. Radios seien neben der Nachrichtenvermittlung auch ein Unterhaltungsmedium. Wer behaupte, Berichterstattung sei alles und Unterhaltung nichts, der ziele an den Bedürfnissen der Hörerschaft vorbei.
Unterstützung erhielt Bachmann am Donnerstag am Swiss Radio Day vom ehemaligen RTL-Chef Helmut Thoma. "Ich begreife nicht, dass eine Behörde diktiert, was für die Hörerschaft gut und was schlecht sein soll. Mündige Bürger können sehr wohl selbst entscheiden, welche Progamminhalte sie wünschen", sagte Thoma. Und er doppelte nach mit der Bemerkung, öffentlich-rechtliche Sender hätten eigentlich keine Existenzberechtigung.
Interne Weiterbildung wichtig
Die Schweizer Privatradios bemühten sich mit Aus- und Weiterbildung aktiv darum, die Qualität der Programme hoch zu halten, sagte seinerseits Bachmann. Die interne Weiterbildung durch die berufliche Tätigkeit (on the job) werde dabei jedoch vom Bakom zu wenig anerkannt.
Die Kader der Lokalradios unternähmen grosse Anstrengungen, um das Personal intern zu schulen. "Wir sind die Radioschule der Nation", sagte Bachmann. Davon profitiere nicht zuletzt via Stellenwechsel auch das öffentlich-rechtliche Radio (DRS).

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SDA-ATS