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Im Gotthard-Basistunnel hat der Wartungszug wegen einer defekten Fahrleitung ausrücken müssen. (Archivbild)

KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU

(sda-ats)

Wegen einer Fahrleitungsstörung und eines defekten Güterzugs ist der Gotthard-Basistunnel am Mittwochmorgen für den Personenverkehr gesperrt gewesen. Nachdem die Nordröhre am Mittag wieder befahrbar war, konnte am späten Abend auch die Südröhre freigegeben werden.

Wie die SBB mitteilten, führten zwei gleichzeitige, aber unabhängige Ereignisse dazu, dass beide Röhren des Gotthard-Basistunnels um 7.30 Uhr für den Verkehr gesperrt werden mussten. In der Röhre, in denen die Züge Richtung Süden fahren, kam es zu einer Fahrleitungsstörung, in der Nordröhre erlitt ein Güterzug einen technischen Defekt.

Zwei Güterzüge mussten vom Lösch- und Rettungszug der SBB abgeschleppt werden. Die Nordröhre konnte, nachdem die Ursache der Störung abgeklärt war, um 12.30 Uhr wieder für den Güterverkehr freigegeben werden.

In der Südröhre waren dagegen Reparaturarbeiten nötig, so dass diese um 21.30 Uhr wieder befahrbar war. Es musste noch bis zirka 22.45 Uhr mit Verspätungen und vereinzelten Zugausfällen gerechnet werden.

Wegen den eingeschränkten Kapazitäten wurden die Personenzüge über die alte Bergstrecke via Göschenen UR und Airolo TI umgeleitet. Die Passagiere mussten mit Verspätungen von bis zu 60 Minuten rechnen.

Die SBB betonten, dass Störungen im Basistunnel selten seien. In den ersten 18 Betriebsmonaten hätten 99 Prozent der Personenzüge regulär durch den Tunnel fahren können.

Der Basistunnel zwischen Erstfeld UR und Bodio TI war 2016 eröffnet worden. Er ist mit 57 Kilometern der längste Bahntunnel der Welt.

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SDA-ATS