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Die Stundenproduktivität der Schweizer Wirtschaft hat 2010 nicht mit dem kräftigen Gesamtwachstum mitgehalten. Sie erhöhte sich nur um 1,1 Prozent und damit im längerfristigen Durchschnitt. Schuld daran ist der Kalender: Drei Feiertage fielen auf Wochenenden.

Das Arbeitsvolumen wuchs 2010 stärker, als es in der Frühphase einer konjunkturellen Erholung zu erwarten war. Dabei spielten mehr Arbeitstage ebenso mit wie die schnelle Erholung des Arbeitsmarktes und der Abbau der Kurzarbeit. Das schreibt das Institut BAK Basel Economics am Mittwoch zu seinem im Auftrag der Nachrichtenagentur SDA berechneten Stundenproduktivitätsindex.

Schweizer Unternehmen hatten in der Rezession 2009 auf Entlassungen zugunsten der Kurzarbeit verzichtet. So konnten sie das Arbeitsvolumen bei steigender Nachfrage schnell ausweiten.

Gegenüber 2009 nahm die Kurzarbeit um rund 18 Millionen Stunden ab, was für das Arbeitsvolumen einen zusätzlichen Impuls von 0,3 Prozentpunkten bedeutet. Hinzu kam die klare Zunahme der Beschäftigungszahlen um 0,7 Prozent.

Zusätzliche Arbeitstage nicht sehr produktiv

Das gesamtwirtschaftliche Wachstum erreichte im vergangenen Jahr 2,6 Prozent. Dass der Produktivitätsindex nur um die Durchschnittsrate von 1,1 Prozent wuchs, liegt an der besonderen Feiertagskonstellation 2010. Drei Feiertage fielen auf Wochenenden.

Diese bescherte vielen Arbeitnehmer mehr Arbeitstage. Das Arbeitsvolumen erhöhte sich dadurch im Vorjahresvergleich, der zusätzliche Effekt auf die Produktion fiel aber erfahrungsgemäss geringer aus. Gemäss BAK läuft das auf eine geringere Produktivität in den zusätzlichen Arbeitsstunden hinaus.

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SDA-ATS