GPS-gesteuerte Hackgeräte, Sprühdrohnen oder mechanische Unkrautkontrollen: Dank Technologie wollen die Kantone Zürich, Aargau und Thurgau den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln vermindern. Am Freitag starteten sie ein Pilotprojekt.

Mit Pflanzenschutzmitteln sichert die Landwirtschaft den Pflanzenertrag und die Qualität der Ernteprodukte. Die Mittel sollen möglichst ohne unerwünschte Nebeneffekte und negative ökologische Folgen eingesetzt werden. Mit dem Projekt Pflanzenschutzoptimierung mit Precision Farming (Pflopf) wollen die drei Kantone in diesem Bereich besser werden.

Am Freitag wurde das vom Bundesamt für Landwirtschaft mitfinanzierte Projekt in Adlikon ZH auf einem der Testbetriebe vorgestellt. Die Projektverantwortlichen zeigten dabei auf, wie die Landwirtschaft die Herausforderungen im Pflanzenschutz mit digitalen Technologien angehen will.

Über einen Zeitraum von acht Jahren werden 60 Pilotbetriebe mit dem Einsatz von sogenannten Precision-Farming-Technologien auf rund 900 Hektaren Fläche die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln optimieren. Dadurch soll die eingesetzte Pflanzenschutzmenge um mindestens 25 Prozent reduziert werden, ohne dabei ihre Wirkung zu vermindern.

GPS-gesteuerte Hackgeräte

Mit den Precision-Farming-Technologien könne der richtige Zeitpunkt, der richtige Ort und die richtige Art einer Pflanzenschutzmassnahme besser bestimmt und durchgeführt werden, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der drei Kantone vom Freitag.

So soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln etwa dank mechanischer Unkrautkontrollverfahren vermieden werden. Indem man den optimalen Zeitpunkt zum Spritzen finde, müssten Pflanzen zudem seltener behandelt werden.

Im digitalen Bereich würden satellitengesteuerte Lenksysteme sowie GPS- und sensorgesteuerte Pflanzenschutz- und Hackgeräte eingesetzt. Getestet werden aber auch Robotikanwendungen, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimieren sollen.

Wissenschaftliche Begleitung

Initiiert haben das Projekt die landwirtschaftlichen Zentren Strickhof (ZH), Arenenberg (TG) und Liebegg (AG) sowie die drei kantonalen Bauernverbände. Pflopf soll den Nutzen und die Anwendbarkeit der verfügbaren Technologien unter Schweizer Verhältnissen aufzeigen.

Wissenschaftlich begleitet wird Pflopf durch das Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung Agroscope. Der Einbezug von Fachleuten des Landwirtschaftlichen Innovations- und Wissenssystems (Liwis) soll zudem sicherstellen, dass die Ergebnisse von der landwirtschaftlichen Praxis aufgenommen werden und Wirkung entfalten können.

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