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Proteste gegen Irans Präsidenten Ahmadinedschad weiten sich aus

Dieser Inhalt wurde am 30. Dezember 2009 - 16:31 publiziert
(Keystone-SDA)

Teheran - Im Machtkampf mit der Opposition setzt die iranische Führung verstärkt auf die Mobilisierung ihrer Anhänger. Zehntausende regierungstreue Iraner bekundeten in Teheran und anderen Städten den zweiten Tag in Folge ihre Unterstützung für die Regierung.
Sie beschuldigten die Führer der Opposition, Unruhen in der Islamischen Republik zu schüren. Von Demonstrationen der Regierungsgegner wurde zunächst nichts bekannt, obwohl sie auf Internetseiten der Reformbewegung angekündigt worden waren. Polizeichef Esmail Ahmadi-Mokadam drohte ein hartes Vorgehen gegen Demonstrationen der Opposition an.
Die Kundgebungen der regierungstreuen Iraner wurden vom Staatsfernsehen direkt übertragen. In Sprechchören bekundeten sie ihre Unterstützung für den Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei und trugen Bilder des Geistlichen.
"Mussawi ist für das Blutvergiessen verantwortlich", riefen andere Demonstranten über den unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mirhossein Mussawi. Bei Protesten der Opposition waren am Sonntag acht Menschen ums Leben gekommen.
"Tut Busse, oder der Staat wird Euch als Mohareb (Feinde Gottes) behandeln", forderte der Geistliche Ahmad Alamolhoda ein Einlenken der Opposition. Deren Vertreter waren in den vergangenen Tagen wiederholt als "Feinde Gottes" bezeichnet worden, wofür ihnen nach dem Recht der Islamischen Republik die Todesstrafe droht.
Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte rief die iranischen Sicherheitskräfte zur Mässigung auf. Sie sei schockiert über die Zahl der Toten, Verletzten und Festgenommenen, erklärte Navi Pillay in Genf. Die Menschen hätten das Recht friedlich zu demonstrieren, ohne geschlagen, misshandelt und ins Gefängnis geworfen zu werden.

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