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In Italien haben Proteste gegen die Regierung von Premier Enrico Letta am Freitag vielerorts zu Verkehrschaos geführt. Zum Streik, an dem sich Beamte, Spitalpersonal und Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe beteiligten, hatte die linksgerichtete Gewerkschaft Cobas aufgerufen.

Der Ausstand bildete den Auftakt zu einer zweitägigen Protestaktion, mit der die Einheit der Koalition erneut auf die Probe gestellt werden könnte - rund zwei Wochen nachdem der Regierungschef eine Vertrauensabstimmung überstanden hatte.

Auf Roms Flughafen Fiumicino wurden mehr als 100 Flüge gestrichen. In der Hauptstadt fielen mehr als 80 Prozent der Busse aus. In anderen Städten wurden der U-Bahn- und Eisenbahnverkehr unterbrochen.

Zuletzt hatte Lettas Budget für 2014 für Unmut gesorgt, mit dem das Euro-Land die Rezession bekämpfen will, in der es seit 2011 steckt. Die Gewerkschaften kritisieren insbesondere ein Einfrieren der Löhne im öffentlichen Dienst und die nach ihrer Einschätzung unzureichende Steuerentlastung von Arbeitern.

Ex-Ministerpräsident Mario Monti trat am Donnerstag im Streit über den Budgetentwurf 2014 als Chef der von ihm selbst gegründeten Partei Bürgerliche Wahl zurück. Zudem kündigte er seinen Austritt aus der Fraktion an.

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SDA-ATS