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Die Justiz in Tunesien will dem gestürzten Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali in Abwesenheit ab kommenden Montag den Prozess machen.

"Ich kündige erstmals an, dass der Prozess am 20. beginnt", sagte der Chef der Übergangsregierung, Béji Caïd Essebsi, am Montag in einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender El Dschasira. Ben Ali und seinen Vertrauten würden mehr als 90 Anklagepunkte vorgeworfen.

Die Proteste in der arabischen Welt hatten am 17. Dezember in Tunesien mit der Selbstanzündung eines Arbeitslosen ihren Anfang genommen. Nach mehrwöchigen Protesten floh der Staatschef am 14. Januar ins Exil nach Saudi-Arabien.

Die Behörden der tunesischen Übergangsregierung fordern die Auslieferung Ben Alis und seiner zweiten Frau Leila Trabelsi. Übergangsregierungschef Essebsi sagte, Saudi-Arabien habe auf das Auslieferungsgesuch bisher nicht reagiert.

Ben Alis Gegner werfen ihm vor, sich und seinen Clan während seiner jahrzehntelangen Herrschaft auf Kosten der Bevölkerung rücksichtslos bereichert zu haben.

Nach Angaben des Justizministeriums soll es in dem Prozess unter anderem um Waffen- und Drogenfunde im Präsidentenpalast von Karthago gehen sowie um den Fund von 27 Mio. Dollar in bar in einer Residenz Ben Alis in einem nördlichen Vorort von Tunis.

Für den 23. Oktober ist in Tunesien die Wahl zu einer verfassunggebenden Versammlung angesetzt. Sie soll für das nordafrikanische Land eine moderne und demokratische Verfassung ausarbeiten.

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SDA-ATS