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Ein Gericht in Malaysia hat den Prozessauftakt um den Giftmord an Kim Jong Nam festgelegt. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/SHIZUO KAMBAYASHI

(sda-ats)

Wegen des Giftmords am Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wird den beiden mutmasslichen Haupttäterinnen in Malaysia der Prozess gemacht. Ein Gericht in der Hauptstadt Kuala Lumpur beschloss am Freitag, dass das Hauptverfahren am 2. Oktober beginnen soll.

Den Frauen aus Vietnam und Indonesien wird zur Last gelegt, den 45-jährigen Kim Jong Nam im Februar mit dem Nervengas VX getötet zu haben. Bei einer Verurteilung droht ihnen die Todesstrafe.

Die beiden Frauen - zur Tatzeit 25 und 29 Jahre alt - hatten in ersten Vernehmungen behauptet, alles für einen TV-Scherz gehalten zu haben. Angeblich dachten sie, von ihren Auftraggebern für eine Art "Versteckte Kamera" angeheuert worden zu sein, um Kim Jong Nam zu überraschen. Zu der Anhörung am Freitag wurden sie in schusssicheren Westen und unter strengem Polizeischutz ins Gericht gebracht. Eine der Frauen brach in Tränen aus.

Ausreise für Hintermänner

Der Fall hatte die Beziehungen zwischen Malaysia und Nordkorea schwer belastet. Vermutet wird, dass die Führung des kommunistischen Landes hinter dem Anschlag steckt. Diese weist dies allerdings strikt zurück. Mehreren mutmasslichen Hintermännern des Anschlags aus Nordkorea wurde inzwischen erlaubt, Malaysia zu verlassen.

Kim Jong Nam, der die letzten Jahre ausserhalb seiner Heimat verbracht hatte, war am 13. Februar auf dem Flughafen von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur Opfer eines Gift-Attentats geworden. Er starb auf dem Weg ins Spital. Der ältere Halbbruder des amtierenden Machthabers hatte sich mehrfach kritisch über Nordkorea geäussert. Als Regimegegner galt er jedoch nicht.

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SDA-ATS