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Der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën strafft seine Unternehmensstruktur in der Schweiz. Er legt die bisherigen Sitze von Peugeot in Moosseedorf bei Bern und Citroën in Genf zu einer Geschäftsstelle in Zürich zusammen. Rund 120 Angestellte sind betroffen.

Der neue Sitz soll bis Ende Jahr bezogen werden, teilte PSA Suisse am Freitag mit, nachdem die beiden Westschweizer Zeitungen "Tribune de Genève" und "24 heures" darüber berichtet hatten. Die Angestellten in Bern und Genf seien am Donnerstag über den Umzug informiert worden.

In Moosseedorf sind rund 60 Angestellte betroffen. Dort befindet sich der Sitz von Peugeot Schweiz seit dem Jahr 2004. Zuvor war er seit 1948 in der Bundesstadt gewesen. Citroën Suisse wiederum ist seit 1924 in Genf und zählt heute ebenfalls rund 60 Beschäftigte.

In welchem Umfang Stellen nicht nur nach Zürich verlagert, sondern gänzlich gestrichen werden, gab PSA nicht bekannt. Synergien sollen aber genutzt werden. Die Standorte in Moosseedorf und im Quartier Acacias in Genf werden nicht gänzlich aufgegeben, sind doch an beiden Orten Garagen mit je rund 90 Angestellten angesiedelt.

Der Entscheid für Zürich sei gefallen, weil PSA den Sitz im Zentrum der Schweizer Wirtschaft und des Autogewerbes ansiedeln wolle, erklärte Olivier Thrierr, der seit Anfang Jahr amtierende neue Generaldirektor der beiden Marken in der Schweiz.

Konzern will sparen

Hintergrund sind die schlechter laufenden Geschäfte des Konzerns. So halbierte sich der Gewinn des französischen Konzerns im Jahr 2011 auf 588 Mio. Euro, dies trotz eines Umsatzanstieges um 7 Prozent auf 59,9 Mrd. Franken. Bereits wurden auch in Deutschland und in Grossbritannien die Landesgesellschaften zusammengelegt.

Die PSA-Gruppe hielt am Schweizer Automobilmarkt im Jahr 2011 einen Anteil von rund 9 Prozent: Peugeot verkaufte laut Zahlen des Verbandes der Automobil-Importeure auto-schweiz rund 15'200 Autos, Citroën kam auf fast 13'000 verkaufte Wagen.

SDA-ATS