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PUK soll Verhalten von FDP-Regierungsrat Hainard untersuchen

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 21:17 publiziert
(Keystone-SDA)

Neuenburg - Die Affäre um den Neuenburger FDP-Regierungsrat Frédéric Hainard spitzt sich zu: Das Büro des Kantonsparlaments schlägt vor, eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) einzusetzen. Diese soll Vorwürfe gegen den Magistraten untersuchen.
Das Parlament werde am 25. Mai definitiv über die Einsetzung einer PUK entscheiden, hiess es seitens des Büros am Abend an einer Medienkonferenz. Stimmt das Parlament der PUK zu, muss diese ihren Bericht spätestens bis zum 31. Oktober abliefern. Dabei geht es um zwei Fälle, auf welche die PUK ihren Augenmerk besonders lenken muss.
Der erste Fall datiert aus dem Jahre 2005. Hainard, damals bei der Neuenburger Sicherheitspolizei, soll befohlen haben, ein Kind in Gewahrsam zu nehmen. Damit sollte dessen Mutter, eine abgewiesene Asylsuchende, gezwungen werden, sich zu stellen. Mutter und Kind wurden kurz darauf ausgeschafft.
Ferner wird auch das Verhalten Hainards im Falle einer alten Dame 2009 unter die Lupe genommen. Hainard kreuzte zwei Mal bei der Wohnung eines Mann auf, der die alte Dame betrogen hatte. Dabei soll er sich diesem gegenüber als Rechtsanwalt ausgegeben haben. Beim zweiten "Besuch" amtete er jedoch bereits als Wirtschaftsdirektor des Kantons Neuenburg.
Frédéric Hainard wird seit gut einer Woche von den Medien angeschossen. Ihm wird fragwürdiges Verhalten und Cowboy-Methoden in mehreren Fällen vorgeworfen. Zwei von Anwälten eingereichte Petitionen, in denen sie Hainard kritisierten, haben das Parlament auf den Plan gerufen.

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