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Der russische Milliardär Alexander Lebedew muss wegen einer Rangelei im Fernsehen 150 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Das entschied ein Gericht in Moskau am Dienstag.

Der regierungskritische Medienunternehmer wurde schuldig gesprochen, weil er einen anderen Oligarchen im September 2011 während einer TV-Debatte über die Finanzkrise ins Gesicht geschlagen hatte.

Den Ermittlungen zufolge hatte Lebedew den Immobilienunternehmer Sergej Polonski "aus nichtigem Anlass mindestens zweimal absichtlich mit der Faust gegen den Kopf geschlagen". Polonski sei daraufhin vom Stuhl gefallen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten gefordert. Lebedews Anwalt kündigte an, die Entscheidung anzufechten. Das Urteil sei eine politische Rache gegen seinen Mandanten.

Lebedew gilt als Kritiker der russischen Führung. Der ehemalige KGB-Offizier betreibt in Russland unter anderem eine Bank und ist zusammen mit dem ehemaligen Präsidenten Michail Gorbatschow Teilhaber der oppositionellen Zeitung "Nowaja Gaseta". Lebedew ist zudem Miteigentümer der englischen Zeitungen "The Independent" und "The Evening Standard".

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SDA-ATS