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Putschregierung in Honduras weist endgültige Einigung zurück

Dieser Inhalt wurde am 15. Oktober 2009 - 06:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Tegucigalpa - Die Putschregierung in Honduras hat eine offizielle Einigung über die Rückkehr des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya ins Amt zurückgewiesen. Im Moment gebe es "noch kein endgültiges Abkommen", sagte Übergangspräsident Roberto Micheletti in Tegucigalpa.
Die Verhandlungen werden nach Angaben von Micheletti am heutigen Donnerstag wieder aufgenommen. Hauptstreitpunkt ist, ob das Parlament oder der Oberste Gerichtshof über eine Wiedereinsetzung des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya entscheiden soll.
Zelaya sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass seine Delegation an den Verhandlungstisch zurückkehren und die Diskussion wieder aufnehmen werde, falls es eine "Änderung in dem Text" geben sollte.
Zuvor hatten die Vermittler beider Seiten erklärt, es sei eine Einigung über die Wiedereinsetzung Zelayas erzielt worden. Doch Zelaya und Micheletti müssten dieser noch zustimmen. Über den grössten Teil der strittigen Themen hatten sich die Delegationen indessen geeinigt.
Zelaya war Ende Juni entmachtet und ausser Landes gebracht worden. Seine Gegner werfen ihm vor, er habe sich per Volksabstimmung über eine Verfassungsänderung weitere mögliche Amtszeiten sichern wollen.
Ende September war der Linkspopulist heimlich in seine Heimat zurückgekehrt. Seither sitzt er in der brasilianischen Botschaft in Tegucigalpa fest.

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