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Nairo Quintana gewinnt die 2. Etappe der Tour de Romandie. Der Kolumbianer profitiert bei der Bergankunft in Morgins von einem unfairen Manöver von Vorjahressieger Ilnur Sakarin und ist neuer Leader.

Sakarin überquerte nach 173,9 km die Ziellinie im Walliser Skigebiet Morgins zwar als Erster, liess sich dabei jedoch zu einem unfairen Manöver verleiten, als er Quintana im Zweier-Sprint mit einem Schlenker den Weg abschnitt. Die Jury annullierte wenig später den Ausgang des Rennens und kürte Quintana zum Etappensieger.

Der 26-jährige Kletterspezialist, der die Tour de France 2013 und 2015 hinter Christopher Froome jeweils als Zweiter beendete hatte, übernahm sogleich das Leadertrikot seines Movistar-Teamkollegen Jon Izaguirre. Der Prolog-Sieger belegt hinter Sakarin neu den 3. Gesamtrang. Sakarins Rückstand beläuft sich auf 18 Sekunden.

Bester Schweizer im Gesamtklassement ist IAM-Teamleader Mathias Frank. Der Luzerner, der die Etappe im 8. Rang beendete, liegt als Sechster 37 Sekunden hinter Quintana.

Froome schwer geschlagen

Unerwartete Schwächen zeigte der Brite Christopher Froome. Der zweifache Tour-de-France-Sieger erlitt im zweitletzten Aufstieg einen Defekt und schaffte danach den Anschluss ans Hauptfeld nicht mehr. Bis ins Ziel verlor der Sky-Profi über 17 Minuten auf Quintana. Damit muss Froome seinen dritten Gesamtsieg in der Romandie nach 2013 und 2014 vorzeitig abschreiben.

Mit dem Franzosen Romain Bardet (11:41 Rückstand) und dem Australier Richie Porte (Aufgabe) haben sich ausserdem zwei weitere Mitfavoriten im Kampf um den Gesamtsieg verabschiedet. Porte war als Co-Leader des amerikanisch-schweizerischen Teams BMC wegen Magenproblemen gar nicht erst zur 2. Etappe angetreten. Am Freitag steht in Sitten ein 15,1 km langes Einzelzeitfahren auf dem Programm.

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SDA-ATS