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Die Folgen des AKW-Unfalls in Japan sind auch in der Schweiz messbar: In höheren Luftschichten haben die Behörden Spuren radioaktiver Partikel festgestellt. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) droht aber keinerlei Gefahr für die Bevölkerung.

Am Mittwoch enthielt die Luft auf 6000 Metern über dem Meer Spuren von radioaktivem Jod 131. Dies ergaben die mit einem Flugzeug durchgeführten Messungen. Gemessen wurden 140 Mikrobecquerel pro Kubikmeter, wie der Leiter der Abteilung Strahlenschutz im BAG, Werner Zeller, am Freitag vor den Medien in Bern sagte.

Zeller geht davon aus, dass das Jod aus dem havarierten japanischen Atomkraftwerk in Fukushima stammt, da normalerweise in dieser Höhe kein Jod 131 nachweisbar ist. Die Konzentration sei aber äusserst gering und für die Gesundheit unbedenklich, betonte der Strahlenexperte.

Der gemessene Wert liegt um den Faktor 20'000 unter dem Grenzwert, der bei 3 Millionen Mikrobecquerel (oder 3 Becquerel) pro Kubikmeter liegt. Zum Vergleich erinnerte Zeller an die Werte nach dem AKW-Unfall in Tschernobyl. Damals wurden in der Schweiz in Bodennähe 5 Millionen Mikrobecquerel (oder 5 Becquerel) gemessen.

Heute werden in Bodennähe in der Schweiz keine erhöhten Werte festgestellt.

Stark verdünnte Wolke

Vom Messflug am Donnerstag liegen vorläufige Resultate vor. Die Werte seien noch geringer als jene vom Mittwoch, sagte Zeller. Die Resultate entsprächen den Erwartungen der Experten. Diese gehen davon aus, dass aus dem havarierten Atomkraftwerk vor allem zwischen dem 15. und dem 17. März grössere Mengen an Radioaktivität entwichen sind.

Die Partikel wurden vom Wind über den Pazifik nach Nordamerika und von dort über den Atlantik nach Europa getragen, wo sie nach rund einer Woche nun in stark verdünnter Form eingetroffen sind. Von einer radioaktiven Wolke könne nicht gesprochen werden, sagte Zeller. Vor Ort sei die Strahlengefahr allerdings sehr ernsthaft.

Nicht unter Kontrolle

Auch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) gibt bezüglich der Lage vor Ort keine Entwarnung. Zwar sei die Lage stabil, doch seien die Reaktor-Blöcke 1 bis 4 nach wie vor nicht unter Kontrolle, sagte ENSI-Direktor Hans Wanner. Das Containment (Schutzhülle) der Blöcke 2 und 3 sei "mit Sicherheit" beschädigt.

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SDA-ATS