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Die Pariser Prêt-à-Porter-Schauen wurden am Wochenende zur grossen Spekulationsbörse: Wo ist John Galliano? Was wird aus dem geschassten Designer? Wer wird sein Nachfolger beim Hause Dior? Konkrete Antworten auf diese Fragen gab es keine, dafür aber umso mehr Diskussionen.

Die Medien spekulierten weiter über den Aufenthaltsort des 50-jährigen Galliano, der am vergangenen Dienstag wegen antisemitischer Äusserungen vom Modehaus Dior hinausgeworfen wurde. Die "New York Times" berichtete vor wenigen Tagen, Galliano unterziehe sich in den USA einer Entziehungskur wegen einer Alkoholsucht.

Derweil berichteten immer mehr Personen aus Gallianos Umfeld über dessen Trinkerei und Schwierigkeiten, sich in der Realität zurechtzufinden. Der Tod seines Lebensgefährten vor vier Jahren iund der Selbstmord seines Kollegen Alexander McQueen im vergangenen Jahr sollen dem Briten zugesetzt haben.

Eine Quelle aus dem Umfeld des Luxusunternehmens LVMH, zu dem das französische Modehaus Dior gehört, sagte der Nachrichtenagentur dpa, es habe schon seit längerer Zeit Probleme mit Gallianos Alkoholkonsum und verbalen Ausfällen gegeben. Es sei schon früher erwogen worden, ihn zu entlassen.

Entsetzen und Bedauern

Die Modeszene schwankt zwischen Entsetzen über die antisemitischen Äusserungen, Bedauern und schlichtem Leugnen der Vorgänge. Die US-Stylistin Patricia Field ("Sex And The City") verteidigte John Galliano und bezeichnete das Ganze im Fachblatt "Women's Wear Daily" als "Farce".

Auch der Franzose Jean-Paul Gaultier unterstützte seinen Kollegen: "Alles, was er bislang geleistet hat, zeigt, dass er kein Rassist ist. Im Gegenteil", sagte Gaultier nach französischen Medienberichten vom Sonntag. "Es ist traurig, denn er hat viel Talent."

Mit Blick auf das belastende Video, in dem Galliano in betrunkenem Zustand "Ich liebe Hitler" lallt, sagte Gaultier: "Mit solchen Aufnahmen kann man Menschen Dinge sagen lassen, die sie gar nicht sagen. Er hat bestimmte Worte gesagt, aber in welchem Zusammenhang?"

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SDA-ATS