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Zürich - Der US-Open-Final erlebt eine weitere Auflage eines Klassikers der Neuzeit. Novak Djokovic und Rafael Nadal stehen sich heute Abend (23 Uhr Schweizer Zeit) zum 37. Mal gegenüber.
Nadal trifft auf einen Gegner, der ihm in der Vergangenheit mehr Probleme bereitet hat. Gegen Djokovic führt er in den Direktduellen zwar 21:15, der Serbe ist aber ein sehr unangenehmer Widersacher. "Ich hätte lieber gegen jemand anderen gespielt", so Nadal, "aber es ist halt so. Ich kann ja ehrlich sein. Ich spiele lieber gegen einen Mann, gegen den meine Siegchancen grösser sind." Damit ist auch klar, dass Nadal im ersten Halbfinal Wawrinka die Daumen drückte: Gegen den Romand steht es aus seiner Sicht 10:0.
Obwohl sich Djokovic in New York enorm wohl fühlt und zum vierten Mal in Serie den Showdown bestreitet, liegt die Favoritenrolle bei Nadal. Der Mallorquiner hat zwar im Halbfinal gegen Richard Gasquet erstmals im Turnierverlauf ein Service-Game abgegeben. Er ist aber auch nach 21 Partien des Jahres auf Hartplatz noch ungeschlagen und hat in diesem Jahr 59 von 62 Partien gewonnen. Nadal steht im 13. Turnier des Jahres zum 12. Mal im Endspiel. Aus der Reihe fällt einzig Wimbledon, als er in der Startrunde verletzungsbedingt an Steve Darcis scheiterte.
Nadal könnte mit seinem 13. Major-Titel den Rückstand auf Roger Federer auf vier Einheiten reduzieren, Djokovic seinerseits strebt seinen siebten grossen Titel an. Kein anderes Duell gab es in der Open Era häufiger. Bislang teilten sich die beiden den Rekord mit den Erzrivalen John McEnroe und Ivan Lendl. Auf Grand-Slam-Stufe steht es 7:3 für Nadal. Djokovic hat allerdings alle drei Duelle in Finals errungen, unter anderem im US-Open-Endspiel 2011.
Was das Ranking betrifft, ist die Partie nicht von allererster Relevanz. Der Serbe hat sich durch den Sieg gegen Wawrinka die Vormachtstellung bis übers Turnierende hinaus gesichert. Aufgeschoben ist aber in dieser Hinsicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht aufgehoben: Bis zum Jahresende muss der "Djoker" weitere 3010 Punkte ersetzen, Nadal nichts, da er im Vorjahr ausfiel. Der Spanier ist damit Ende Jahr höchstwahrscheinlich die Nummer 1. Dass er dieses Prädikat auch auf dem Platz verdient, will er heute einmal mehr beweisen.

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SDA-ATS