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Randalierender Mann auf Dach hält in Basel Einsatzkräfte in Atem

Ein psychisch angeschlagener Mann hat in Basel auch am Dienstag Polizei und Rettungskräfte in Atem gehalten. Er war am Montagmorgen auf ein Hausdach geklettert und hatte sich danach allen Rettungsbemühungen verweigert. Strassen und Tramverkehr am Ort blieben gesperrt.

Der Mann hatte am Montag zunächst randaliert und war dann um etwa 10 Uhr aufs Dach des Hauses an der Bruderholzstrasse gestiegen. Von dort warf er Ziegel auf die Strasse. Alle Bemühungen, den Mann wieder vom Dach herunterzubekommen, blieben seither erfolglos, wie ein Sprecher des Sicherheitsdepartements am Dienstag sagte.

Seit Montag hätten unter anderem speziell ausgebildete Polizisten und Polizeipsychologen, Angehörige des Mannes, sein Arzt und auch Psychiatriepfleger versucht, mit ihm zu sprechen. Sogar ein buddhistischer Mönch bemühte sich um den Mann, der sich offenbar fernöstlichen Religionen zugewandt hatte. Der Mann habe jedoch keinen echten Kontakt zugelassen und sich sehr aggressiv gebärdet.

Während der Nacht bemühten sich Polizisten im Dachstock darum, den Mann wachzuhalten, damit er nicht aus Müdigkeit vom Dach fiel. Ein Rettungskissen am Boden musste wieder weggebracht werden, da der Mann darauf ablehnend reagierte und sich dabei selbst sowie - mit Ziegelwürfen - die Feuerwehrleute in Gefahr brachte.

Inzwischen bemüht sich die Polizei weiter darum, mit dem vermutlich unter Zwangsvorstellungen leidenden Mann zu sprechen. Getränke oder Zigaretten erhalte er indes nicht mehr. Bei der ganzen Rettungsaktion gehe es vor allem darum, den Mann vor sich selbst zu schützen, betonte der Sprecher.

Seit Montag waren 50 bis 70 Polizei-, Feuerwehr- und andere Einsatzkräfte an der Aktion beteiligt gewesen. Die Tramlinien 15 und 16, die durch die Bruderholzstrasse führen, konnten seither nicht mehr ins Bruderholz-Quartier fahren; die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) setzen Ersatzbusse ein.

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