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Rebellen und Gaddafi-Truppen liefern sich heftige Kämpfe

In Libyen haben sich in der Stadt Misrata Rebellen und Regierungstruppen am Freitag erneut schwere Kämpfe geliefert. Rund um den Flughafen zwei Kilometer von der Hafenstadt entfernt waren schwere Explosionen zu hören, wie AFP-Journalisten berichteten.

Später kam es zu Schusswechseln mit automatischen Waffen. Nach Rebellenangaben griffen Panzer zeitgleich von Osten, Süden und Westen an.

Nachdem die Truppen von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi am Montag aus Misrata vertrieben worden waren, war es in den Vororten der Rebellenhochburg zu weiteren Kämpfen gekommen.

Nur das Gebiet um den Flughafen wird derzeit noch von den Regierungstruppen kontrolliert. An den anderen Zugängen zur Stadt wurden die Gaddafi-Truppen nach Angaben der Aufständischen mit Unterstützung durch die NATO-Luftangriffe auf 20 bis 30 Kilometer zurückgedrängt.

Minen nicht gelegt

Die NATO hinderte Gaddafi-Einheiten nach eigenen Angaben daran, im Hafen Misratas Wasserminen zur Zerstörung von Schiffen auszubringen. "Unsere Schiffe haben Boote abgefangen und darauf transportierte Minen unschädlich gemacht", sagte der britische NATO-Befehlshaber Rob Weighill.

Die versuchte Verminung des Hafens zeige erneut die völlige Missachtung internationalen Rechts und den Willen zu Angriffen auf humanitäre Hilfslieferungen.

Tunesische Stadt unter Beschuss

Gefechte wurden auch aus dem Grenzgebiet zu Libyen gemeldet. Dabei sollen Gaddafi-Einheiten die tunesische Grenzstadt Dehiba angegriffen haben, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Augenzeugen berichtete.

Dehiba wurde demnach von Gaddafi-treuen Einheiten unter Beschuss genommen. Im Zentrum der Stadt sei es zudem zu heftigen Gefechten zwischen Gaddafi-Truppen und libyschen Aufständischen gekommen, berichteten Anwohner.

Die Nachrichtenagentur AP meldete unter Berufung auf die tunesische Staatsagentur TAP, bei den Gefechten in Dehiba seien mindestens 20 Menschen getötet worden, die meisten davon Flüchtlinge. TAP zufolge sind binnen zwei Tagen rund 5000 Menschen aus Libyen über die Grenze geflüchtet. Gemäss Reuters war auch mindestens eine Tunesierin unter den Toten.

Tunesien protestierte heftig gegen die Grenzverletzungen durch die Truppen Gaddafis. In einer Erklärung beklagte das Aussenministerium in Tunis am Donnerstagabend eine "Verletzung der territorialen tunesischen Integrität".

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