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Rechtsgerichteter "Pepe" Lobo siegt bei Wahl in Honduras

Dieser Inhalt wurde am 30. November 2009 - 07:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Tegucigalpa - Der konservative Unternehmer Porfirio "Pepe" Lobo Sosa ist der wahrscheinliche Sieger bei den umstrittenen Präsidentenwahlen in Honduras. Dies teilte die nationale Wahlbehörde in Tegucigalpa mit.
Demnach lag der Kandidat der rechtsgerichteten Nationalen Partei (PN) nach Auszählung von rund einer Million Stimmen mit rund 55 Prozent in Führung. An zweiter Stelle befand sich der Kandidat der noch regierenden Liberalen Partei (PL), Elvin Santos, der auf etwa 38 Prozent der Stimmen kam. Die übrigen drei Bewerber waren chancenlos abgeschlagen.
Die Wahlen verliefen weitgehend friedlich. Allerdings berichteten Nicht-Regierungsorganisationen von Festnahmen und hartem Vorgehen der Sicherheitskräfte. In San Pedro Sula, wo eine Menschenmenge gegen die Wahl und gegen Festnahmen von Oppositionellen protestiere, wurden mehrere Personen verletzt.
In ersten Reaktionen wurde die von der Opposition boykottierte Wahl als ein historisches Ereignis gefeiert. Der international nicht anerkannte Übergangs-Präsident Roberto Micheletti sagte: "Der Tag hat gezeigt, dass die Honduraner in Demokratie und Freiheit leben wollen. Das müssen die anderen Länder begreifen."
Viele Länder in Amerika hatten zuvor erklärt, die Wahl und den neuen Präsidenten nicht anerkennen zu wollen. Die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) will in der kommenden Woche erneut über die Lage in Honduras nach den Wahlen beraten.
Neben dem Präsidenten wurden auch dessen drei Stellvertreter, die 128 Deputierten des Parlaments und die Bürgermeister im ganzen Land neu gewählt. Die Machthaber in Honduras hoffen, mit der Wahl eines neuen Präsidenten die Staatskrise zu beenden, in die das mittelamerikanische Land im Sommer dieses Jahres durch den Sturz des Präsidenten Manuel Zelaya geraten ist.
Zelaya und Micheletti traten bei der Wahl nicht an. Wegen der durch die Putschisten eingeschränkten Bürgerrechte hat Zelaya die Wahl bereits im Vorfeld als undemokratisch kritisiert und die USA davor gewarnt, das Ergebnis anzuerkennen.

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