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San Salvador - Im Machtkampf mit den Strassenbanden hat sich El Salvadors Präsident Mauricio Funes unerbittlich gezeigt. Er unterzeichnete ein Gesetz, das die berüchtigten Mara-Banden verbietet. Damit wird auch schwer bestraft, wer nur Mitglied einer Mara ist, sich sonst aber nichts hat zu Schulden kommen lassen.
"In der Verfolgung der Kriminalität werden wir keinen Schritt zurückweichen", sagte der Staatschef des mittelamerikanischen Landes am Donnerstag (Ortszeit) in San Salvador.
Die beiden Banden Mara 18 und Mara Salvatrucha hatten durch die Androhung von Gewalt den Busverkehr im Land seit Dienstag zum Erliegen gebracht. Sie wollten so das Gesetz verhindern und die Regierung zu Verhandlungen zwingen. Funes bezeichnete die Drohungen als "verzweifelte Massnahmen", von denen sich die Regierung nicht unter Druck setzen lasse.
Zehn Jahre Haft für MitgliedschaftDas neue Gesetz verbietet die Mara-Banden und sieht für die Mitgliedschaft in den Strassengangs eine zehnjährige Gefängnisstrafe vor.
Um das Gesetz zu Fall zu bringen, veröffentlichten Mara 18 und Mara Salvatrucha am Dienstag eine gemeinsame Erklärung, in der sie die Regierung aufforderten, das Gesetz nicht zu verabschieden. Zudem forderten sie die Staatsführung zu einem "transparenten Dialog auf, um eine Lösung für den gewaltsamen Konflikt" zu finden.
Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, forderten die Banden einen Stopp des Busverkehrs im gesamten Land und drohten bei Zuwiderhandlung mit Gewalttaten. Bei der Bevölkerung entschuldigten sich die Gangs für die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten.
Trotz eines grossen Aufgebots von Militär und Polizei hielten die Busunternehmen den von den Maras aufgezwungen Transportstopp weitgehend ein.
Gewaltexport aus den USAGewalttätige Jugendbanden sind in El Salvador wie auch in den Nachbarländern Honduras und Guatemala besonders aktiv und gelten als eines der grössten Sicherheitsprobleme. Die Maras kommen ursprünglich aus den USA, wo sie von Jugendlichen zentralamerikanischer Herkunft gegründet wurden.

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SDA-ATS