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Die meuternden Soldaten in der Elfenbeinküste haben sich mit der Regierung auf eine Solderhöhung geeinigt. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/LEGNAN KOULA

(sda-ats)

In der Elfenbeinküste haben sich Regierung und meuternde Soldaten im Streit um den Sold geeinigt. Das Präsidialamt und Rebellenvertreter bestätigten am Freitagabend die Einigung, der im Laufe des Tages Schiessereien in mehreren Kasernen des Landes vorangegangen waren.

Ein Behördenvertreter in der Protesthochburg Bouaké sagte, den Soldaten sei nun ein Sonderbonus von jeweils 7500 Euro zugesagt worden. Die Meuterer seien daraufhin in ihre Kasernen zurückgekehrt.

Die Meuterei hatte vor einer Woche in Bouaké begonnen. Die Soldaten forderten eine Erhöhung ihres Soldes, Prämienzahlungen, schnellere Aufstiegschancen sowie bessere Unterkünfte.

Am vergangenen Wochenende hatte der Protest auch andere Städte wie die Wirtschaftsmetropole Abidjan erfasst. Soldaten errichteten Strassensperren und feuerten Schüsse ab. Am Sonntag verkündete die Regierung eine Grundsatzeinigung mit den Soldaten, die allerdings nicht dauerhaft Bestand hatte.

Aus Verhandlungskreisen verlautete, die Soldaten hätten zunächst einen Sonderbonus von 15'000 Euro pro Person gefordert. Die Einigung sieht nun die Hälfte dieses Betrags vor. In der Elfenbeinküste ist das eine hohe Summe, ein normales Gehalt liegt in dem Land bei rund 150 Euro im Monat.

Bei den Meuterern handelt es sich offenbar um ehemalige Rebellen aus dem Norden der Elfenbeinküste, die seit Ende des Bürgerkriegs in die Armee integriert wurden. Bereits im November 2014 hatten massive Proteste der ehemaligen Rebellen wegen ausstehender Zahlungen das Land lahmgelegt.

Die Elfenbeinküste war zwischen 2002 und 2011 wegen eines wirtschaftlich und ethnisch bedingten Machtkampfs in zwei Teile gespalten. Bouaké war das Zentrum der Rebellion im Norden gewesen.

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SDA-ATS