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Das Regime im Golfkönigreich Bahrain hat einem Bericht zufolge während der blutigen Unterdrückung von Bürgerprotesten gezielt Ärzte und Spitalpersonal angegriffen.

Dies geht aus einem Bericht hervor, den die US-Organisation Ärzte für die Menschenrechte (Physicians for Human Rights/PHR) am Freitag veröffentlichte. Bei den Ausschreitungen im Februar und März dieses Jahres seien auch Patienten misshandelt und verschleppt worden.

Bei der Niederschlagung der Pro-Demokratie-Bewegung in Bahrain wurden nach Angaben lokaler Menschenrechtsorganisationen mindestens 25 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt.

Der PHR-Bericht bestätigt Aussagen von Augenzeugen, die schon damals darauf hingewiesen hatten, dass Polizei und Geheimdienst den verletzten Demonstranten selbst noch in den Spitälern nachstellten und auch gegen das Personal mit Gewalt vorgingen. Dies hatte dazu geführt, dass sich verwundete Demonstranten nicht mehr in die Spitäler wagten.

Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Ambulanzfahrer, die sich um verletzte Demonstranten kümmerten, gerieten selbst in die Schusslinie des Regimes. Der PHR-Berichtet listet die Namen von mehr als 30 Ärzten und anderen medizinischen Helfern auf, die während der Unruhen verschleppt wurden und seitdem immer noch vermisst sind.

Konkret beschrieben werden unter anderem die schwere Misshandlung von sechs Ärzten des Salmanija-Krankenhauses in der Hauptstadt Manama, die Verschleppung und Folterung von Patienten und die zeitweise Übernahme von Spitälern durch das Militär.

Behörden ausweichend

Der Bericht stützt sich auf die Befragung von 45 Ärzten, Pflegern und Patienten in Bahrain. Die Behörden in dem Golfstaat nahmen zu den Vorwürfen bislang nur ausweichend Stellung. Meist lief es auf die Behauptung hinaus, "militante Kräfte" hätten die Spitäler als "Stützpunkte" für ihre Aktivitäten genutzt.

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SDA-ATS