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Jerzy Skolimowski ist ein Mann mit vielen Talenten. Der polnische Schauspieler, Regisseur, Maler und Drehbuchautor, der am 5. Mai 75 Jahre alt wird, kam schon als Jugendlicher mit späteren Grössen von Film und Literatur zusammen.

Nach der vom Zweiten Weltkrieg überschatteten Kindheit und dem Tod seines als Widerstandskämpfer von den Nationalsozialisten hingerichteten Vaters war seine Mutter Kulturgesandte an der polnischen Botschaft in Prag. Zu Skolimowskis Mitschülern gehörten damals Milos Forman und Vaclav Havel.

Skolimowski studierte zunächst Polonistik und Ethnographie, ehe er Regie an der Filmhochschule in seinem Geburtsort Lodz studierte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits erste Erfahrungen als Autor und Gelegenheitsschauspieler gesammelt und unter anderem mit Andrzej Wajda, wichtiger Vertreter des neuen polnischen Films, gearbeitet.

Er schrieb auch am Drehbuch für "Messer im Wasser" mit, mit dem Roman Polanski, ebenfalls Absolvent der Lodzer "Filmowka", erstmals internationale Aufmerksamkeit erregte.

Seit den 60er Jahren vorwiegend im Ausland

Auch auf Skolimowski wurde die Filmwelt schon bald aufmerksam: Seine Komödie "Le Depart" wurde 1967 auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

Als wenig später sein Film "Hände hoch" wegen seines anti-stalinistischen Themas in Polen verboten wurde und Skolimowski in seiner Heimat kaum noch Arbeitsmöglichkeiten hatte, arbeitete er seit dem Ende der 60er Jahre überwiegend im Ausland.

In Hollywood wurde er als Schauspieler ("White Nights", "Eastern Promises") vorzugsweise mit Rollen besetzt, in denen er Russen spielte oder sich als Schurke ("The Avengers") profilieren konnte.

Kein einfacher Regisseur

In seinen Regiewerken verarbeitete Skolimowski unter anderem eigene Erfahrungen und die Perspektive des Fremden, etwa in "Schwarzarbeit" über das Leben illegaler polnischer Arbeiter in London - die Dreharbeiten fanden in Skolimwskis eigenem Heim statt.

Als Regisseur hat Skolimowski den Ruf, nicht besonders einfach zu sein und zu Temperamentsausbrüchen zu neigen. Bei der Wahl seiner Filme hatte er aber auch oft die richtige Hand.

Sein Film "Essential Killing" über die Flucht eines mutmasslichen Taliban aus dem Jahr 2010 wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem polnischen Filmpreis und dem Spezialpreis der Jury der Internationalen Filmfestspiele Venedig.

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SDA-ATS