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Reiche Kunden bescheren Swiss Life kräftiges Umsatzplus

Dieser Inhalt wurde am 04. Mai 2010 - 08:45 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Überraschend hat der Lebensversicherungskonzern Swiss Life im ersten Quartal seine Einnahmen deutlich steigern können: Dank reicher Privatkunden legten die Prämienerlöse beim Zürcher Traditionshaus um 23 Prozent auf 7,87 Mrd. Fr. zu.
Im Schweizer Geschäft waren die Prämieneinnahmen allerdings rückläufig: Auf dem Heimmarkt nahm der Konzern 4,22 Mrd. Fr. Prämien ein, 4 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Gruppe mitteilte. In Frankreich stiegen die Einnahmen um 18 Prozent auf 1,39 Mrd. Franken, während die Swiss Life in Deutschland um 9 Prozent auf 552 Mio. Fr. zulegen konnte.
Im Geschäftsbereich "Übrige" schnellten die Einnahmen von 310 Mio. Fr. auf 1,71 Mrd. Fr. hoch. Dies verdankt der Zürcher Traditionskonzern vor allem speziellen Lebensversicherungsprodukten für reiche Kunden (Private Placement Life Insurance, PPLI), die von Liechtenstein, Luxemburg und Singapur aus verkauft werden.
Die so genannten "Versicherungsmäntel" sind im Zuge der internationalen Steueraffären bei vermögenden Kunden beliebt geworden, da sie gemäss derzeitiger Rechtsprechung eine legale Form von steuergünstigen Vermögensanlagen darstellen. Auch Konkurrent Baloise hatte dank der Steuerdebatten unter anderem in Italien sehr viel Geld mit ähnlichen Produkten eingenommen.
Mit dem Prämienplus übertrifft die Swiss Life die Prognosen der Versicherungsexperten: Von der Finanznachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt Einnahmen von 6,56 Mrd. Fr. erwartet.
Swiss-Life-Chef Bruno Pfister ist zufrieden: "Das Prämienwachstum, welches wir in fast allen Markteinheiten erzielen konnten, stimmt uns für die kommenden Monate zuversichtlich", sagte er gemäss einer Mitteilung. Zudem sei der Konzern mit dem im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms "Milestone" angepeilten Kostensenkungen "auf Kurs".
Die deutsche Finanzvertriebstochter AWD, immer wieder das Sorgenkind des Swiss-Life-Konzerns, erzielte einen operativen Gewinn (EBIT) von 9,8 Mio. Euro, nach einem Verlust von 6 Mio. Euro vor einem Jahr.

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