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Restaurantbesucher erhält Reinigungsmittel statt Wein

In einem Restaurant in Flamatt FR hat die Serviertochter am Dienstag einem Gast versehentlich Reinigungsmittel statt Weisswein eingeschenkt. Der Mann trank einen Schluck und wurde dabei lebensgefährlich vergiftet.

Mit dem verdünnten Reinigungsmittel putzten die Angestellten des Restaurants jeweils Weinmasskrüge, wie die Freiburger Kantonspolizei am Freitag mitteilte.

Der alkalische Reiniger mit der Bezeichnung RV 481 wird in der Gastronomie für Geschirrwaschautomaten und als Gebindereiniger verwendet. Das Mittel enthält unter anderem ätzende Natronlauge.

Wenn der Reiniger versehentlich geschluckt wird, kann er Verbrennungen in Hals und Magen verursachen, wie Hugo Kupferschmidt vom Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum auf Anfrage sagte.

Die Ermittler fanden heraus, dass nach dem letzten Putzen ein Rest des verdünnten Mittels in eine leere Weissweinflasche abgefüllt worden war. Aus Versehen stellte jemand die Flasche mit rund einem Deziliter Inhalt in den Weinkühlschrank.

Als am Dienstag gegen 17 Uhr ein älterer Mann aus der Region ein Glas Weisswein bestellte, nahm die Serviertochter, wie üblich, eine Weissweinflasche aus dem Kühlschrank und schenkte ein.

Nachdem der Gast einen Schluck getrunken hatte, wurde ihm sofort schlecht. Das Personal des Restaurants betreute den Mann und führte ihn auf sein Verlangen hin nach Hause. Dort verschlechterte sich sein Zustand aber weiter und er wurde ins Berner Inselspital eingeliefert.

Die Behörden haben eine Untersuchung wegen fahrlässiger, schwerer Körperverletzung gegen den Wirt eingeleitet. Dieser wurde von der Polizei befragt, wie Untersuchungsrichter Fabien Gasser auf Anfrage sagte.

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