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Aus Sicht der Fischer leisten sich die Kantone beim Vollzug der Restwassersanierung bei Wasserkraftanlagen ein "skandalöses Trauerspiel". Bis 2012 sollte ausreichend Restwasser gesichert sein, vor allem in den Gebirgskantonen herrscht aber Vollzugsnotstand. Das ärgert die Fischer.

Sie machten ihrem Unmut am Samstag an der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Fischerei-Verbands (SFV) in Zug Luft. Den besonderen Zorn der Petri-Jünger zog sich die Bündner Regierung zu, wie der Verband in einem Communiqué mitteilte.

Dort hätten "Kraftwerkbetreiber der Regierung diktiert", wie sie die Sanierungsverfügung für das Misox zu gestalten habe, kritisierte SFV-Zentralpräsident Roland Seiler vor den Delegierten. Der Fischerei-Verband Graubünden, WWF und Pro Natura würden nächstens entscheiden, ob sie gegen einen Entscheid des Bündner Verwaltungsgerichts in der Sache vor Bundesgericht ziehen.

Auch an die Adresse anderer Kantone, namentlich der Gebirgskantone, hagelte es Fischer-präsidiale Kritik. Nach zwanzig Jahren Frist hätten sie die Sicherung ausreichender Restwassermengen immer noch nicht geregelt.

Wirkungslose Torpedos der Bauernlobby

Zufrieden ist der Fischerei-Verband teilweise mit der neuen Gewässerschutzverordnung. Dort sei es der Bauernlobby bei der Ausscheidung von Gewässerräumen nicht gelungen, "den Bundesrat weich zu klopfen". Gemäss Fischerverband hätten die Landwirte am liebsten das ganze Gewässerschutzgesetz ausgehebelt.

Einzig bei den Gewässerräumen grosser Flüsse hätten sich die Anliegen der Fischer nicht durchgesetzt; ein Seilziehen in den Kantonen sei zu erwarten.

Das der Verordnung zugrundeliegende Gewässerschutzgesetz ist ein Gegenvorschlag zur Gewässerschutz-Initiative. Diese wurde zurückgezogen. Die Verordnung tritt im Juni in Kraft.

Die natürlichen Feinde der Fischer

Dauerbrenner in der Fischer-Verbandspolitik sind und bleiben Kormorane und Gänsesäger. Besonders prekär sei die Lage am Neuenburgersee.

Das Parlament habe zwar dem Bundesrat den Auftrag erteilt, Massnahmen zur Regulierung der Brutkolonien und zur Schadensbegrenzung an den Netzen der Berufsfischer zu ergreifen.

Eine Beschwerde der Vogelschützer hatte aber Erfolg vor Bundesverwaltungsgericht. Der SFV will im Kampf gegen Kormoran und Konsorten nicht klein beigeben. Präsident Seiler drückte die Hoffnung aus, dass die Vogelschützer einsehen: "Es gibt nicht nur gefährdete Vögel, sondern auch gefährdete Fische."

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SDA-ATS