Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Palmeiras ist Meister, Internacional steigt erstmals ab. Die sportlichen Resultate geraten am letzten Spieltag der brasilianischen Fussballliga allerdings zur Nebensache. Es herrscht Trauer.

Im ganzen Land gedenken Profis, Funktionäre und Fans am Sonntag den verunglückten Spieler des AF Chapecoense. Ob in São Paulo, Paraná, Bahía - bei den neun Partien in der letzten Runde sind auf den Rängen vor allem die Flaggen von Chapecoense zu sehen. Der Torhüter von Internacional de Porto Alegre, Danilo Fernandes, trägt Handschuhe mit dem Namen von Danilo Padilha, dem tödlich verunglückten Keeper von Chapecoense. "Ich widme sie ihm", sagt er.

Viele Fans der verschiedenen Vereine kommen mit Trikots von Chapecoense und der Aufschrift "Unsere Helden" in die Stadien. Beim Spiel zwischen Atlético Paranaense und Flamengo in Paraná formen die Fans während der Schweigeminute auf der Tribüne ein menschliches Mosaik zu den Worten "Força Chape" (Macht Chape).

Als Marinho in Bahía ein Tor gegen den Meister Palmeiras erzielt, läuft er weinend auf die Fernsehkameras zu und zeigt sein Chapecoense-Trikot, das er unter dem Vereinshemd trägt. Alecsandro von Palmeiras widmet sein Tor Bruno Rangel, dem tödlich verunglückten Mittelstürmer von Chapecoense.

"Die Meisterschaft ist mit einem Unglück zu Ende gegangen", sagt der Trainer von América Mineiro, Enderson Moreira. "Wir haben keine Kraft, um uns zu konzentrieren. Es ist ein absurder Schmerz." Der Trainer von Santos, Dorival Júnior, sagt: "Es ist sehr schwer. Aber Fussballspielen ist auch eine intime Form der Hommage." Bei der Partie zwischen Cruzeiro und Corinthians im Stadion Mineirao stand auf einem Banner zu lesen: "Unsterbliche Mannschaft, Meister für immer".

Am 28. November war bei einem Flugzeugabsturz in Kolumbien fast die gesamte Mannschaft des Fussballvereins AF Chapecoense ums Leben gekommen. Bei dem Unglück auf dem Weg zum Finalhinspiel in Medellín starben 71 Menschen, darunter 19 Fussballer. Sechs Menschen überlebten. Die Absturzursache war Treibstoffmangel.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.









swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS