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Rettungssanitäter wegen mutmasslichen Mordes an Patienten verhaftet

Der Verhaftete soll schwer kranke Patienten im Krankenwagen getötet haben. (Symbolbild)

Keystone/MARTIN RUETSCHI

(sda-ats)

Ein Rettungssanitäter auf Sizilien soll schwer kranke Patienten im Krankenwagen getötet haben, um Bestattungsunternehmen Aufträge zu verschaffen. Der 42-Jährige wurde in der Stadt Paterno festgenommen.

Ihm wird vorgeworfen, zwischen 2014 und 2016 in einem Krankenwagen drei todkranke Patienten getötet zu haben. Dafür soll er Geld von Bestattungsunternehmen kassiert haben, die von der Mafia kontrolliert wurden, wie italienische Medien am Freitag berichteten.

Der Mann "handelte aus Profitgier, für Geld, unter völliger Missachtung des menschlichen Lebens und der Würde", sagte Staatsanwalt Francesco Puleio auf einer Medienkonferenz am Donnerstag nach der Festnahme. Die Ermittler überprüften derzeit Dutzende weitere Todesfälle auf mögliche Verbindungen.

Wenn Patienten als zu krank für weitere Behandlungen in einem Spital galten, fuhr der Sanitäter sie in einem Krankenwagen zum Sterben nach Hause. Diesen Prozess soll er Ermittlern zufolge mit tödlichen Luftinjektionen beschleunigt haben.

Trauernde Verwandte soll er dann an eine Bestattungsfirma verwiesen haben, die ihm etwa 300 Euro für seinen Dienst gezahlt haben soll. Wenn er die Patienten hingegen lebend nach Hause brachte, habe er in der Regel nur 30 bis 50 Euro als eine Art Trinkgeld von den Angehörigen erhalten, erklärte der Mann.

Gegen zwei mögliche Komplizen, die an dem Komplott beteiligt gewesen sein sollen, wird derzeit ermittelt. Die mutmasslichen Verbrechen des Sanitäters wurden erstmals von einem anonymen Zeugen aufgedeckt, der im Mai in einer italienischen Fernsehsendung darüber berichtete.

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