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In dieser Woche entscheidet die Generalversammlung des Internationalen Tennisverbands über die Zukunft des Davis Cup. Geplant ist nicht eine Reform, sondern eine Revolution.

Nachdem der Internationale Verband (ITF) an der letztjährigen Generalversammlung mit Reformvorschlägen - unter anderem einer Reduktion auf zwei Gewinnsätze und einem Finalturnier für Männer und Frauen - nicht durchgedrungen war, glaubt er nun das Ei des Kolumbus gefunden zu haben.

Eine vom Barcelonas Fussballstar Gerard Piqué gegründete Investorengruppe namens Kosmos bietet der ITF für einen 25-Jahr-Vertrag drei Milliarden Dollar. Das neue Format des Wettbewerbs, der als "World Cup of Tennis" verkauft wird, sieht wie folgt aus: Anstelle einer Weltgruppe mit 16 Teams, die an vier Terminen in Achtel-, Viertel-, Halbfinals und Final ihren Champion küren, gibt es eine Qualifikation von 24 Teams (12 Begegnungen mit Heimrecht für eines der beiden Teams) im Februar. Die 12 Sieger qualifizieren sich für das Finalturnier Ende Jahr, dazu kommen die vier Halbfinalisten des Vorjahres und zwei Wildcard-Empfänger. Das Finalturnier wird in sechs Dreiergruppen gespielt, danach folgen in der gleichen Woche Viertelfinals, Halbfinals und Final.

Die Begegnungen der Qualifikation bestehen aus vier Einzeln und einem Doppel (jeweils auf zwei Gewinnsätze) an zwei Tagen, die Partien des Finalturniers aus zwei Einzeln und einem Doppel, jeweils an einem Tag. Durch die geringere Belastung - und ein üppiges Preisgeld - sollen wieder mehr Stars animiert werden, am Teamwettbewerb teilzunehmen.

Widerstand gibt es von Traditionalisten, die den Geist des Davis Cups verraten sehen, namentlich in Deutschland und Australien. Sie beklagen den Verlust der Ambiance von Heimfans, wenn an einem neutralen Ort gespielt wird. Die Spitze der ITF ist dennoch zuversichtlich, dass die nötige Zweidrittelmehrheit am Donnerstag zustande kommt. Immerhin winkt allen Mitglieder deutlich mehr Geld.

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SDA-ATS