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Die Rhein-Neckar Löwen mit ihrem Schweizer Captain Andy Schmid verteidigen den Meistertitel in der deutschen Handball-Bundesliga erfolgreich und deklassieren Rekord-Titelträger Kiel 28:19.

Dem eindrücklichen Festakt in der seit Wochen ausverkauften SAP-Arena in Mannheim ging der überraschend Fehltritt von Verfolger Flensburg-Handewitt voraus - die im Vorfeld der Meisterschaft von diversen Experten zum Favoriten erklärten Norddeutschen unterlagen in Göppingen 27:31.

Mit dem Triumph der Löwen war aufgrund personeller Verluste im letzten Sommer nicht zwingend zu rechnen. Aber mit Fortdauer der Saison spielte sich der Titelhalter im Sog von Star-Regisseur Schmid in einen regelrechten Rausch - der Captain entschied diverse grosse Partien nahezu im Alleingang.

Am letzten Wochenende war der magistrale Aufbauer mit einem Geniestreich in der Schlussminute am wegweisenden 23:21-Coup in Flensburg hauptbeteiligt. Nun führte der nicht zu stoppende Mittelmann die Gastgeber vor über 13'000 euphorisierten Fans mit sechs Toren und diversen Assists zum entscheidenden Erfolg gegen die chancenlose Ex-Nummer 1 der deutschen Klubszene.

"Andy Schmid ist ein Handballgott", formulierte Stefan Kretzschmar, früher ein Weltklasseflügel und Champions-League-Sieger, aktuell TV-Experte, das grösstmögliche Kompliment. Der Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen doppelte in seiner Meister-Analyse nach: "Andy hat auch heute aufgedreht und die Verantwortung übernommen, wie es sich für einen Captain gehört."

Der 33-jährige, seit 2010 in der Bundesliga für die Rhein-Neckar Löwen engagiert, zeigte sich nach Spielschluss primär über den Zeitpunkt der Meister-Party erstaunt: "Ich hätte nie damit gerechnet, dass wir heute Abend Meister sein könnten. Wahnsinn, wie gut alles funktioniert hat."

Er werde ein paar Tage benötigen, um das Ausmass der erfolgreichen Kampagne zu realisieren. Die Zahlen sind imposant: Seit dem 5. März und einem Remis gegen die Füchse Berlin haben die Löwen in zwölf perfekten Runden keinen Punkt mehr eingebüsst. Von 32 Partien haben sie 29 gewonnen und nur zwei verloren.

"Wir sind schon wieder zuoberst, das kann ich kaum richtig realisieren", so Schmid. Die erfolgreiche Titelverteidigung sei ganz hoch zu bewerten, kommentierte der Schweizer Topskorer und wohl bald viermalige Bundesliga-MVP: "In jeder Halle standen wir noch mehr unter Druck als in der letzten Saison."

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SDA-ATS