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Der zuständige Richter im Prozess gegen den Kremlkritiker und früheren Ölmilliardär Michail Chodorkowski will das Urteil entgegen Aussagen einer Gerichtssprecherin aus freien Stücken gefällt haben.

Richter Viktor Danilkin sagte im Fernsehen, das Urteil über die Verhängung einer 14-jährigen Freiheitsstrafe hätte noch härter ausfallen können. Seine Mitarbeiterin hatte erklärt, dem Richter sei das Urteil von den russischen Behörden aufgezwungen worden.

Danilkin bestritt, dass er unter Druck gesetzt worden sei und beschuldigte seine Mitarbeiterin der Verleumdung. Klage gegen sie wolle er jedoch nicht einreichen, bis Berufung gegen das Strafmass eingelegt werde.

Er bestand darauf, dass Urteil selbst geschrieben zu haben. "Ich habe das Urteil unterzeichnet, ich habe es verkündet, und ich werde bis an mein Lebensende die Verantwortung für dieses Urteil tragen", erklärte er in dem Fernsehinterview.

Danilkin hatte während des 20-monatigen Verfahrens einen objektiven Eindruck gemacht und oft gemeinsam mit der Verteidigung und den Schaulustigen im Saal über Patzer der Staatsanwaltschaft gelacht.

Bei der Verlesung des Urteils, die vier Tage dauerte, hob er dagegen kaum den Kopf und sprach mit schneller Stimme. Chodorkowskis Mutter hatte damals erklärt, der Richter müsse "gefoltert" worden sein, um sich so zu verhalten. Als treibende Kraft hinter dem Prozess gegen Chodorkowski gilt der russische Ministerpräsident Wladimir Putin.

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SDA-ATS