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Bei der Viererbob-WM in Königssee sind die Chancen auf eine Schweizer Medaille nach dem ersten Tag nur noch theoretischer Natur.

Rico Peter büsste mit zwei missglückten Fahrten sämtliche Medaillenchancen ein und Clemens Bracher (22.) zittert um die Qualifikation für den vierten Lauf. "Es ist zum Kotzen, wenn man so aus der Kurve kommt", war Peters spontane Reaktion, nachdem er auch die zweite Fahrt verhauen hatte. Nach einem groben Fehler bei der Ausfahrt aus der Schlangengrube in die lange Gerade hatte der letztjährige Bronze-Gewinner im ersten Lauf den Schaden noch begrenzen können. Nach dem exakt gleichen Patzer im zweiten Durchgang fiel der 33-jährige Aargauer aber vom 10. auf den 13. Platz zurück. Mit 55 Hundertsteln Rückstand auf den drittplatzierten Titelverteidiger Oskars Melbardis ist der Traum von Edelmetall damit ausgeträumt.

"In jedem Training fahre ich gerade aus dieser Kurve heraus und heute nicht", ärgerte dich der Zweite des Viererbob-Weltcups. "Dabei ist es hier das Allerwichtigste, diese Gerade sauber zu erwischen, um unten heraus viel Speed mitzunehmen." Es sei natürlich Millimeter-Arbeit an den Lenkseilen. "Das hatte ich heute nicht im Griff." Die WM ist damit für Peter, die letzte Schweizer Hoffnung auf die Rettung einer verpatzten Meisterschaft, praktisch vorbei. "Etwas Grosses reissen können wir nun nicht mehr", stellt er vor den zwei Läufen am Sonntagnachmittag fest. "Es passt zu diesen zwei Wochen, dass es einfach schlecht läuft."

Im Kopf nicht 100 Prozent

Zu diesen Dingen, die in den letzten Tagen schief liefen, gehört die Verletzung von Stammanschieber Thomas Amrhein. Deswegen erhielt er Michael Kuonen vom Team des zweiten Schweizer Piloten Clemens Bracher als Verstärkung. Bracher konnte den Verlust seiner stärksten Startrakete nicht so einfach wegstecken und verpasste die gleiche Kurve und Gerade wie sein Landsmann. So resultierte für den Berner im ersten Lauf nur der 24. Platz. "Das war sinnbildlich für diese Woche", stellte der 30-Jährige fest. "Wenn es im Kopf nicht 100 Prozent stimmt, kommt eine solche Gerade heraus:"

Das spreche nicht für ihn, zeigte sich Bracher selbstkritisch. "Ich sollte das ausblenden können, aber es ist mir nicht gelungen." Immerhin verbesserte er sich im zweiten Durchgang um zwei Positionen. "Es ist noch nichts verloren", gab sich der WM-Debütant deshalb kämpferisch. "Zwei Plätze haben wir schon geschafft, nun braucht es nochmals zwei." Nur die besten 20 dürfen zum vierten Durchgang antreten, das ist nun das Ziel von Bracher. Er muss dafür 22 Hundertstel wettmachen.

An der Spitze entwickelt sich im Gegensatz zum Zweierrennen vor einer Woche, das Francesco Friedrich mit 1,2 Sekunden Vorsprung dominierte, ein Hundertstel-Krimi. Friedrich, der seinen ersten Titel mit dem grossen Schlitten anstrebt, liegt nur drei Hundertstel hinter seinem Landsmann Johannes Lochner und sieben vor dem Letten Melbardis. Mit 18 respektive 20 Hundertsteln Rückstand dürfen sich auch der amerikanische Altmeister Steven Holcomb und der dritte Deutsche Nico Walther noch Medaillenchancen ausrechnen.

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SDA-ATS