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Während der Pferdefleisch-Skandal Europa aufwühlt, kommen jetzt auch falsche Etikettierungen in Südafrika ans Licht. In 68 Prozent von untersuchten "Rindfleisch"-Produkten befand sich laut einer Studie zusätzlich das Fleisch von anderen Tieren.

Am häufigsten wurden den Würstchen und Hamburgern Hühner- und Schweinefleisch beigemischt, jedoch fanden sich auch exotischere Zutaten wie Esel, Ziegen und Wasserbüffel. Die Forscher der Stellenbosch-Universität bei Kapstadt hatten als Reaktion auf den Skandal in Europa rund 139 Produkte per DNA-Test untersucht.

"Unsere Studie bestätigt, dass die falsche Kennzeichnung von weiterverarbeitetem Fleisch in Südafrika weit verbreitet ist", sagte Louw Hoffman, Professor für Tierwissenschaften.

"Dies verletzt nicht nur die Regeln der Fleischetikettierung, sondern hat auch wirtschaftliche, religiöse, ethische und gesundheitliche Auswirkungen", fügte der Experte hinzu. Das Forscherteam forderte strengere Sanktionen für Firmen, die ihre Fleischprodukte falsch kennzeichnen.

Ikea stoppt "Köttbullar"-Verkauf in 24 Ländern

Vom Skandal um nicht deklariertes Pferdefleisch ist die Möbelkette Ikea stärker betroffen, als bisher angenommen: In insgesamt 24 Ländern haben die Schweden ihre populären "Köttbullar" vorerst aus Shops und Schnellrestaurants der Möbelhäuser verbannt.

Vorausgegangen war ein Bericht aus Tschechien über Spuren von Pferdefleisch in den Ikea-Klopsen. In Europa nicht vom Stopp betroffen sind die Schweiz, Norwegen und Russland. Ausserhalb Europas hat Ikea seine Klösse auch in Thailand, Hongkong sowie der Dominikanischen Republik aus dem Verkehr gezogen.

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SDA-ATS