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Die Gefahr einer Immobilienblase ist in der Schweiz gemäss MoneyPark gesunken: Überbauung in Zürich. (Themenbild)

KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

(sda-ats)

Der digitale Hypothekenvermittler MoneyPark hat im zweiten Quartal reduzierte Risiken im Schweizer Immobilienmarkt beobachtet. Dazu trugen die gleichbleibenden Konsumentenpreise und die nur moderat steigenden Immobilienpreise bei.

Zudem minderten andere Faktoren wie die gute Einkaufsmanagerstimmung und die rückgängige Arbeitslosigkeit die Risiken, wie MoneyPark am Montag in seinem Immobilienrisikoindex mitteilte. Der Index sank im zweiten Quartal von 2,8 auf 2,7 Zähler. Damit bewegt sich der Markt gemäss der Firma "im grünen Bereich".

Zwei Drittel der Haushalte ausgeschlossen

Die Banken und Versicherungen gehen bei der Hypothekenvergabe trotz der seit zwei Jahren anhaltender Minuszinsen keine höheren Risiken ein. Die "äusserst konservative Regulierung" verunmögliche selbst in ultra-tiefen und andauernden Zinsphasen vielen Haushalten den Immobilienkauf, schrieb MoneyPark. Gemäss einer Studie der Hypothekenvermittler sind mittlerweile zwei Drittel der Haushalte von einem Immobilienkauf ausgeschlossen.

Als Hypothekarkredite hatten die Haushalte im zweiten Quartal knapp das Eineinhalbfache ihres Gesamtvermögens aufgenommen. Dazu zählen auch die Gelder der zweiten und dritten Säule. Die Verschuldung sinkt seit 2013. Somit gehen die Kreditgeber auch zu Zeiten von Negativzinsen bei der Hypothekarkreditvergabe keineswegs sorglos vor.

Gemäss MoneyPark mag ein Grund für die sinkende Verschuldung in neuen Anbietern liegen. Gerade die Versicherungen böten bei langfristigen Hypotheken attraktive Konditionen, seien bei der Vergabe aber restriktiver als die Banken.

Käufer müssen gut vergleichen

Für den Immobilienkäufer bleibt der Hypothekenmarkt wegen der grossen Zinsunterschiede der Anbieter anspruchsvoll, lautet ein weiteres Fazit von MoneyPark. Gründliches Vergleichen bleibt demnach angesagt. Auch die grossen Zinsunterschiede sind auf das grössere Anbieterfeld zurückzuführen, kommen doch eher hypothekenfremde Mitspieler wie Pensionskassen und Versicherungen auf den Markt.

Die Zinsunterschiede sind nur bei den zweijährigen Festhypotheken gesunken. Bei den fünfjährigen blieben die Unterschiede konstant, bei den zehnjährigen Festhypotheken und den Libor-Hypotheken nahmen sie hingegen stark zu.

Die Immobilienpreise bewegten sich in etwa wie die Konsumentenpreise. Mit einer Zunahme von 0,12 Prozent gegenüber dem Vorquartal stagnierten die Wohnungs- und Hauspreise praktisch. Da dies im Gleichschritt mit den Konsumentenpreisen geschah, minimierte sich das Risiko einer preisseitigen, isolierten Überhitzung des Immobilienmarkts.

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SDA-ATS