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Tennis - In Basel kommt es am Sonntag zum Traumfinal zwischen Roger Federer und Juan Martin del Potro. Federer schlägt Vasek Pospisil mit viel Mühe, Del Potro Edouard Roger-Vasselin.
Federer steht nach dem 6:3, 6:7 (3:7), 7:5 zum zehnten Mal und zum achten in Folge bei den Swiss Indoors im Final. Im Gegensatz zu seinen letzten beiden Auftritten gelang ihm der Start in den Halbfinal fast optimal. Er führte rasch 3:1 und schaffte ein zweites Break zum 6:3-Satzgewinn. Im zweiten Satz deutete vieles auf ein schnelles Ende hin. Federer führte 5:3, als er die Aufholjagd des Kanadiers zuliess. Im Tiebreak hatte er ein 0:3 wettgemacht, bevor er die nächsten vier Punkte verlor.
Es ging nicht aufwärts für Federer. Im Gegenteil: Nach einem 40:0 und fünf zum Teil krassen Fehlern gab er im dritten Satz seinen Aufschlag zum 1:3 ab. Zum Glück zeigte sich Pospisil nicht besonders nervenstark und leistete sich ebenfalls einige Fehler. Kurz darauf stand es 3:3. Es war Dramatik pur. Bei 3:4 wehrte Federer einen Breakball ab und nutzte dann seine vierte Möglichkeit bei 5:5, um sich entscheidend abzusetzen. Nach über 160 Minuten und einem Servicewinner stand der hart erkämpfte Erfolg von Federer fest.
Im Final dürfte es für den 17-fachen Grand-Slam-Sieger nochmals schwieriger werden. Im letzten Jahr unterlag er Del Potro in einem dramatischen Final 4:6, 7:6, 6:7. Von den 17 bisherigen Begegnungen gegen den Weltranglisten-Fünften gewann Federer 13, doch die letzten zwei verlor er - im letzten Jahr in der St. Jakobshalle und in der O2-Arena von London bei den World Tour Finals.
Del Potro steht in diesem Jahr in seinem sechsten Final eines ATP-Turniers. Gegen Roger-Vasselin, den er 6:4, 4:6, 6:2 schlug, zeigte er allerdings nicht dieselbe Souveränität wie am Tag zuvor gegen Paul-Henri Mathieu. Schon im ersten Satz gab er einen Breakvorsprung preis und im zweiten Umgang verspielte er ein 4:3 ziemlich leichtfertig.
Del Potro, der zweimal wegen Nasenblutens behandelt werden musste, fing sich rechtzeitig wieder. Der 29-jährige Roger-Vasselin, der seine zweite Finalteilnahme auf ATP-Stufe anpeilte, war nicht mehr auf der Höhe des Geschehens. Das Break zum 0:2 kassierte er auch wegen zweier Doppelfehler und einem Smash, der seitlich ins Aus flog. Trotzdem wird der Bezwinger von Stanislas Wawrinka am Montag erstmals in den Top 50 der Weltrangliste auftauchen.

SDA-ATS