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Nach zehn Jahren erstmals schwarze Zahlen: Die RBS erzielte 2017 unter dem Strich 752 Millionen Pfund (980 Millionen Franken).

Keystone/AP/ALASTAIR GRANT

(sda-ats)

Die während der Finanzkrise verstaatlichte britische Grossbank Royal Bank of Scotland (RBS) hat erstmals seit zehn Jahren wieder Geld verdient. Die Feierlaune hielt sich am Freitag aber in Grenzen.

Zum einen schwebt immer noch ein Rechtsstreit mit dem US-Justizministerium wegen fauler Hypothekenpapiere wie ein Damoklesschwert über der Bank. Zum anderen muss die RBS einen teuren Umbau stemmen.

2017 verdiente die RBS unter dem Strich 752 Millionen Pfund (rund 980 Millionen Franken) nach einem Verlust von fast 7 Milliarden Pfund im Jahr zuvor, wie das Institut in London mitteilte. Nachdem die Bank in den ersten drei Quartalen je profitabel war, rutschte sie im Schlussquartal indes in die roten Zahlen. Das lag nicht zuletzt an einer weiteren Millionenrückstellung für Rechtsstreitigkeiten.

Beim Rechtsstreit mit dem US-Justizministerium geht es um den Vorwurf, dass die RBS beim Verkauf von Hypotheken-Wertpapieren in der Zeit vor der Finanzkrise die Risiken verschleiert hat. Mit damaligen Geschäftspartnern hatte sich die RBS bereits auf milliardenschwere Zahlungen verständigt. Wann eine Einigung mit dem US-Justizministerium erreicht werden kann, ist unklar.

RBS-Chef McEwan muss zudem die Bank modernisieren. Sie sei zu komplex, sagte Ewan. Er will digitale Angebote ausbauen, zugleich werden zahlreiche Filialen geschlossen. Alleine für dieses und das kommende Jahr veranschlagt er für den Umbau 2,5 Milliarden Pfund.

Die britische Öffentlichkeit schaut bei der RBS ganz genau hin: Der Staat hatte im Krisenjahr 2008 insgesamt 45,5 Milliarden Pfund in die Bank gepumpt, um sie zu retten. Aktuell hält die Regierung gut 70 Prozent der Aktien. Beim Konkurrenten Lloyds, der in der Finanzkrise ebenfalls mit Steuergeld gerettet werden musste, konnte sich der Staat inzwischen wieder zurückziehen und das mit einem Gewinn.

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SDA-ATS