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In Ägypten ist trotz erster Gespräche zwischen Regierung und Opposition kein Ende der Proteste in Sicht. Auf dem Tahrir-Platz in Kairo und in der Hafenstadt Alexandria demonstrierten am Montagmorgen erneut Tausende für den Rücktritt von Präsident Husni Mubarak.

An den Protesten in Alexandrias Al-Manschia-Viertel beteiligten sich vor allem Anhänger der verbotenen Muslimbruderschaft. Auch in der Stadt Al-Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel gingen die Proteste weiter. Dort bildete sich ein "Komitee für den Schutz der Revolution".

Vom Tahrir-Platz in der Hauptstadt Kairo, wo eine weitere Nacht lang zahlreiche Regierungsgegner campierten, wurden bis zum Montagmorgen keine Zwischenfälle gemeldet. Insgesamt war die Lage in Ägypten am Montag ruhiger als an anderen Protesttagen. In den Strassen Kairos nahm der Verkehr wieder zu, Geschäfte öffneten wieder.

Massnahmen zur Beruhigung

Am Sonntag hatte Ägyptens Vizepräsident Omar Suleiman erstmals einen Dialog mit Oppositionsgruppen aufgenommen. Am Gespräch nahm auch die verbotene Muslimbruderschaft teil. Nach Angaben von Oppositionsvertretern einigten sich beide Seiten darauf, dass die jüngsten Versprechen Mubaraks umgesetzt werden sollten.

Offensichtlich um die Lage im Land weiter zu beruhigen, schlug die neue ägyptische Regierung vor, die Gehälter aller Staatsdiener um 15 Prozent anzuheben. Staatliche Medien meldeten, die Regierung von Ministerpräsident Ahmed Schafik habe einen entsprechenden Gesetzentwurf an das Parlament weitergeleitet.

Google-Manager wieder frei

In den vergangenen zehn Tagen sind nach Angaben der Nichtregierungsorganisation The Press Emblem Campaign (PEC) mindestens 150 Angriffe auf Medienschaffende in Ägypten registriert worden. Betroffen waren sowohl Einheimische wie auch Ausländer.

Der Marketing-Direktor des Internet-Konzerns Google für Nahost und Nordafrika, Wael Ghonim, ist nach anderthalb Wochen in Polizeihaft wieder frei. Dies bestätigte Ghonims Bruder am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur in Kairo.

Der Internet-Manager war am 28. Januar auf dem Tahrir-Platz in Kairo festgenommen worden. Er gilt als eine der treibenden Kräfte hinter den über Plattformen wie Facebook und Twitter geführten Internet-Kampagnen, die zu dem schnellen und massiven Anwachsen der Bewegung geführt hatten.

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SDA-ATS