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Rufmordprozess gegen Villepin zu Ende - Urteil am 28. Januar

Dieser Inhalt wurde am 23. Oktober 2009 - 22:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Paris - Nach einmonatiger Verhandlung ist der Rufmordprozess gegen Frankreichs früheren Regierungschef Dominique de Villepin in Paris zu Ende gegangen. Die Richter werden am 28. Januar das Urteil im sogenannten Clearstream-Prozess verkünden.
Beim Verlassen des Gerichtssaales schlug Villepin versöhnliche Töne an. Vor Journalisten sagte er, Präsident Nicolas Sarkozy die Hand ausstrecken zu wollen. "Ich möchte eine neue Seite aufschlagen und in die Zukunft schauen", sagte Villepin.
Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten und eine Geldstrafe in Höhe von 45'000 Euro für Villepin gefordert.
Der ehemalige Premierminister hat sich nach Auffassung der Anklage im Jahr 2004 in einem Komplott gegen Sarkozy "zum Mittäter gemacht". Villepin habe die Veröffentlichung gefälschter Kontenlisten des Luxemburger Finanzinstitutes Clearstream, die Sarkozy als Empfänger von Schmiergeldzahlungen darstellen sollten, "durch sein Schweigen gebilligt".
Beide Männer strebten seinerzeit die Nachfolge von Staatschef Jacques Chirac an.

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