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Das Transfergeschäft in der Formel 1 verläuft in diesem Jahr unspektakulär. Die grossen Teams setzen in der kommenden Saison auf bewährtes Personal in den Cockpits.

"Silly Season". Wörtlich übersetzt: Dämliche, alberne Jahreszeit. Die Engländer hatten einst den Ausdruck kreiert für die Phase in der Formel 1, in der intensiv um Fahrer und Verträge gehandelt und gefeilscht wird und in der sich das Transferkarussell in besonders forschem Tempo dreht. "Silly Season" war früher beschränkt auf die Wintermonate. Verhandlungen wurden lediglich zwischen dem Finale einer Saison und dem Auftaktrennen im neuen Jahr geführt.

Mittlerweile ist alles anders. "Silly Season" erstreckt sich über das ganze Jahr. Zumindest wird über mögliche Fahrer-Rochaden fast immer und überall diskutiert und vor allem spekuliert. Der Monat August bietet sich für Theorien und Mutmassungen geradezu an. Die vier Wochen dauernde Sommerpause muss schliesslich aus medialer Sicht überbrückt, die Formel 1 in den Schlagzeilen gehalten werden.

Keine Überraschungen

In diesem Jahr war das mit den Schlagzeilen nicht einfach. An der Transferfront war es ruhig - und wird es von wenigen Ausnahmen abgesehen auch bleiben. Sensationelles, Überraschendes gibt es nicht zu vermelden. Nach aktuellem Stand wird keiner der Fahrer aus den grossen Teams auf die nächste Saison hin einen Wechsel vornehmen. Daran ändert auch nichts, dass Sebastian Vettel und Valtteri Bottas ihre am Ende der Saison auslaufenden Verträge noch nicht verlängert haben.

Die Bestätigung einer weiteren Zusammenarbeit des Deutschen mit Ferrari und des Finnen mit Mercedes scheint Formsache. Im Falle Vettels wird interessant sein zu erfahren, wie lange der neue Kontrakt Gültigkeit haben wird. Der Hesse bevorzugt offenbar eine kurzfristige Lösung, wogegen die Verantwortlichen bei Ferrari eine neuerliche Vereinbarung für mehrere Saisons vorgeschlagen haben sollen. Erwartet wird, dass der Verbleib Vettels bei den Roten am nächsten Wochenende im Rahmen des Grand Prix von Italien in Monza offiziell verkündet wird.

Renault im Zentrum des Interesses

Weil die drei Top-Teams Ferrari, das Kimi Räikkönen noch einmal mit einem Einjahresvertrag ausgestattet hat, Mercedes mit Lewis Hamilton und Bottas und Red Bull mit Daniel Ricciardo und Max Verstappen bei der Besetzung der Cockpits auf Kontinuität setzen, hat mit Blick aufs nächste Jahr wohl Renault den begehrtesten Arbeitsplatz zu bieten. Bei den Franzosen sind die Tage des ungenügenden Engländers Jolyon Palmer gezählt - womöglich noch im Verlauf der aktuellen Saison.

Kandidaten für den Platz neben Nico Hülkenberg gibt es einige. Die Rückkehr von Fernando Alonso zur Equipe, mit der er 2005 und 2006 Weltmeister wurde, ist ebenso eine Option wie die Verpflichtung des aktuell bei Force India tätigen Sergio Perez. Alonso hat mehrmals verlauten lassen, nur dann bei McLaren zu bleiben, wenn ihm dort endlich ein Auto mit konkurrenzfähigem Motor zur Verfügung steht. Perez würde mit Hülkenberg auf einen Altbekannten treffen. Mit dem Deutschen hat er von 2014 bis 2016 das Fahrer-Duo bei seinem gegenwärtigen Arbeitgeber gebildet.

Etwas ruhiger ist es in der Zwischenzeit um das mögliche Comeback von Robert Kubica geworden. Trotz gelungenen Testfahrten vor der Sommerpause in Ungarn scheinen die Karten des Polen nicht mehr die besten zu sein.

Im Zusammenhang mit Renault wird ab und zu auch Sébastien Buemi genannt. Der Waadtländer ist in der Formel E zwar in die Rennabteilung des Automobilherstellers eingebunden. Dass dies und die fast ausnahmslos überzeugenden Leistungen auch in der Langstrecken-WM für einen neuen Anlauf in der Formel 1 genügen, ist aber wohl nicht mehr als Wunschgedanke.

Ein Ferrari-Junior für Sauber

Die Entwicklung bei Renault beziehungsweise bei Force India wird auch Pascal Wehrlein mit Interesse verfolgen. Aller Voraussicht nach wird das Team Sauber nicht darum herumkommen, einen Platz für einen Fahrer aus der Nachwuchsabteilung von Ferrari freizumachen. Als erster Anwärter wird der Monegasse Charles Leclerc gehandelt, der klare Leader in der Formel 2. Wehrlein würde wohl trotz deutlich besserer Performance als Marcus Ericsson über die Klinge springen müssen. Der Schwede kann davon ausgehen, dass er weiterhin auf die Unterstützung der Besitzerin des Rennstalls, der Familie Rausing, zählen kann. Wehrlein wäre ein Kandidat als Nachfolger von Perez bei Force India.

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SDA-ATS