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Gut vier Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem Amt hat der frühere US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld mit den einstigen entschiedenen Irakkriegsgegnern Gerhard Schröder und Jacques Chirac "abgerechnet".

In seinen neu erschienenen Memoiren lastet der Ex-Pentagonchef dem damaligen deutschen Bundeskanzler und dem französischen Ex-Präsidenten an, mit ihrer Opposition die amerikanische Androhung einer Militäraktion weniger glaubwürdig gemacht zu haben.

Dadurch hätten Schröder und Chirac dem irakischen Diktator Saddam Hussein "ein falsches Sicherheitsgefühl" vermittelt und letztendlich den Irakkrieg "wahrscheinlicher" gemacht.

Rumsfeld schreibt weiter, dass die deutsche und französische Position es Kritikern der USA erlaubt habe zu behaupten, dass "Europa" gegen eine Militäraktion sei. Dabei habe eine "grosse Mehrheit" europäischer Länder die USA unterstützt.

Rumsfeld war Ende 2006 von Präsident George W. Bush gefeuert worden - nachdem die Republikaner bei der Kongresswahl wegen des zunehmend unpopulären Irakkriegs eine verheerende Niederlage erlitten hatten.

In den 815 Seiten umfassenden Memoiren mit dem Titel "Known and Unknown" (Bekannt und Unbekannt) verteidigt der Ex-Pentagonchef Rumsfeld die Kriegsentscheidung ohne Wenn und Aber, räumt allerdings ein, dass in der Anfangsphase ein grösseres Truppenaufgebot möglicherweise besser gewesen wäre.

In den Memoiren äussert sich Rumsfeld auch wenig schmeichelhaft über damalige US-Regierungskollegen wie Aussenminister Colin Powell und Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice.

Powell und dessen Gefolgsleuten lastet er unter anderem schlechtes Management und Skepsis gegenüber Regierungsinitiativen an, die schon an Illoyalität gegrenzt habe. Rice bescheinigt der Ex-Pentagonchef volle Loyalität, aber dafür Inkompetenz und schlechte Organisation.

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SDA-ATS