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Der Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg legt in einem Stadtteil Berlin das Leben lahm. Rund 10'000 Bewohner rund um den Fundort müssen evakuiert werden.

Keystone/EPA/FELIPE TRUEBA

(sda-ats)

Kein S-Bahnverkehr und ein weiträumiger Sperrkreis: Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg sorgt in Deutschlands Hauptstadt für einen grossen Polizeieinsatz. Tausende müssen in Sicherheit gebracht werden.

Nach dem Fund der Bombe müssen rund 10'000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Das teilte die Polizei am Montag mit.

Die Evakuierung in einem Sperrkreis von 500 Metern um den Fundort in Friedenau im Bezirk Tempelhof-Schöneberg habe am Nachmittag begonnen. Es sei noch nicht abzuschätzen, wann mit der Entschärfung des Blindgängers begonnen werden könne. Der Sprengkörper war bei Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf gefunden worden, wo neue Wohnhäuser entstehen sollen.

Die Entdeckung der Bombe löste im Berliner Westen weiträumige Sperrungen aus. Auf mehreren S- und U-Bahnlinien wurde der Verkehr eingestellt. Auch eine Sperrung der Stadtautobahn A 100 war geplant. Es waren mehrere Hundert Polizisten im Einsatz.

Südlich der Autobahn liegt das dicht besiedelte Viertel Friedenau. Die A 100 sollte um die Abfahrt am Innsbrucker Platz in beide Richtungen gesperrt werden. Auch auf der vielbefahrenen Hauptstrasse war eine Unterbrechung des Verkehrs vorgesehen.

Anfang September hatten mehr als 60'000 Anwohner in Frankfurt für die Entschärfung einer Bombe ihre Wohnungen verlassen müssen. Es war die grösste Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik.

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SDA-ATS