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Drei Tage nach dem Brand im Simplontunnel wird klar: Die Röhre, in welcher der Güterzug Feuer fing, wird über Monate nicht durchgehend befahren werden können. Schuld am Brand ist eventuell eine schlecht befestigte Abdeckung.

Nach ersten Erkenntnissen ist nicht das Rollmaterial Ursache des Brandes im Simplontunnel, wie Jean Gross, stellvertretender Leiter der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe (UUS) in einem Interview mit der Westschweizer Sonntagszeitung "Le Matin Dimanche" sagte.

Im Verdacht steht hingegen eine schlecht festgemachte Abdeckung am sechsten Wagen. Es werde unter anderem untersucht, ob diese die Fahrleitung berührt und sich dadurch entzündet habe, sagte Gross. Da es auf der italienischen Tunnelseite gebrannt habe, seien die italienischen Behörden verantwortlich für die Untersuchung.

"Wir haben ihnen unsere Hilfe angeboten, aber sie haben diese noch nicht in Anspruch genommen", sagte Gross weiter. Am Freitag seien den italienischen Behörden alle Unterlagen aus der Schweiz übergeben worden. In den zehn Jahren Existenz der UUS habe er noch nie so etwas wie den Brand im Simplontunnel erlebt, sagte Gross.

Überreste der Waggons nach Brig zur Untersuchung

Die beiden Lokomotiven, mit welchen der Güterzug fuhr, wurden bereits der BLS zurückgegeben. Die Waggons hingegen befinden sich noch immer am Unfallort im Tunnel. In einem nächsten Schritt werden diese nach Brig gebracht, sagte SBB-Sprecher Christian Ginsig am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

In Brig würden die Waggons den Behörden für die Untersuchungen bereitgestellt. Im Gegensatz zu Iselle (I), dem südlichen Ausgang des Tunnels, gebe es in Brig die günstigeren Gleisanlagen und mehr Rettungsgerät, sagte Ginsig. Eine Arbeitsgruppe der SBB organisiert die Aufräumarbeiten. Am Montag will SBB-Chef Andreas Meyer den Unfallort besuchen.

Welche Schäden der Brand im Tunnel angerichtet hat, sei noch nicht abschätzbar, sagte SBB-Sprecher Ginsig weiter. Bis jetzt seien nur Feuerwehrleuten am Brandort gewesen.

Umfassende Sanierung geplant

Der über 100-jährige Simplontunnel muss in den nächsten Monaten und Jahren umfassend saniert werden. Die Sanierungsbewilligung des Bundesamtes für Verkehr wird für den Herbst erwartet. Geplant sind Arbeiten im Umfang von 135 Millionen Franken. Sie sollen 2014 abgeschlossen werden.

Oberstes Ziel der SBB ist nun eine möglichst baldige Öffnung des Tunnels auf drei Vierteln: Weil sich in der Tunnelmitte eine Kreuzung befindet, kann auch die Nordhälfte jener Röhre befahren werden, in der sich der Brand ereignet hatte. Die Reparaturarbeiten könnten gemäss SBB Monate dauern.

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SDA-ATS