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Mehrere hundert Demonstranten haben am Montag vor der russischen Botschaft in Prag protestiert und an die Niederschlagung des "Prager Frühlings" im Jahr 1968 erinnert.

KEYSTONE/EPA/MARTIN DIVISEK

(sda-ats)

Am Vorabend des 50. Jahrestags der Niederschlagung des "Prager Frühlings" haben rund 300 Personen vor der russischen Botschaft in Prag demonstriert. Die Demonstranten zeigten Spruchbänder mit "Wir vergessen niemals" und "Stoppt den russischen Imperialismus".

Zu sehen waren zudem tschechische und ukrainische Flaggen sowie die von EU und Nato. Der Protest erfolgte auf einen Aufruf mehrerer Nichtregierungsorganisationen. Das Gebäude der russischen Botschaft war mit Metallgittern abgesperrt und von zusätzlichen Polizisten gesichert.

In der Nacht zum 21. August 1968 waren Militärverbände des Warschauer Pakts unter Führung der Sowjetunion in die Tschechoslowakei eingerückt und hatten die Prager Reformregierung abgesetzt. Diese hatte unter der Führung von Alexander Dubcek eine kurze Ära von Reformbestrebungen und politischer Liberalisierung eingeleitet, um einen "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" aufzubauen. Durch die Besatzung wurden laut Historikern mehr als 400 Personen getötet. Für den heutigen Dienstag ist eine Gedenkfeier geplant.

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