Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Mitglieder der Vereinigung Islamische Jugend Schweiz (VIJS) und des Islamischen Zentralrats der Schweiz (IZRS) gaben an Heiligabend in Zürich ihre Meinung gegen den Terror in Berlin und den Anschlag auf eine Zürcher Moschee kund.

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

(sda-ats)

Rund 40 Personen haben am Samstagnachmittag auf dem Helvetiaplatz in Zürich "gegen Terror und Islamophobie" demonstriert. Die Vereinigung Islamische Jugend Schweiz (VIJS) - unterstützt vom Islamischen Zentralrat (IZRS) - hatte zur Kundgebung an Heiligabend aufgerufen.

Die VIJS wollte damit "ein Zeichen gegen den Terror in Berlin und den islamophoben Anschlag auf eine Zürcher Moschee" setzen. Die beinahe zeitgleichen Ereignisse hätten einmal mehr vor Augen geführt, wie verletzlich der soziale Frieden in Mitteleuropa sei, hiess es. "IS-Ideologie und Islamophobie sind zwei Seiten derselben Medaille."

Hinter der Kundgebung steckt die VIJS, die nach eigenen Angaben Freizeitaktivitäten für junge Musliminnen und Muslime anbietet. Unterstützt wurde die Kundgebung vom IZRS. Der IZRS vertritt in der Schweiz nur eine verschwindend kleine Minderheit der Muslime und vertritt einen extremistischen Islam.

Dass die Kundgebung ausgerechnet an Heiligabend stattfindet, war auf den sozialen Medien verschiedentlich als Provokation aufgefasst worden. Die Organisatoren sehen das Datum nicht als Problem, wie der IZRS in einem Facebook-Kommentar schreibt: "24.12. ist ein Arbeitstag. Alle Läden haben Hochbetrieb bis 17.00 Uhr. Wir machen um 16.30 Uhr gemäss der Bewilligung der Stadt Schluss." Zudem sei ihr Anliegen, "für den Frieden zu demonstrieren und nichts anderes".

Vorfall in einer Zürcher Moschee

In Zürich hatte am Montagabend ein 24-Jähriger in einer Moschee drei Personen angeschossen und kurze Zeit später sich selbst gerichtet. Zuvor hatte er bereits einen Mann, mit dem er einst befreundet war, sich aber zerstritten hatte, getötet. Motiv und Hintergrund für die beiden Taten sind unklar.

Gemäss Polizei hatten die Schüsse in der Moschee keinen terroristischen Bezug. Die Polizei fand in der Wohnung des Mannes Gegenstände, die einen Hang zum Okkultismus belegen.

Ebenfalls am Montagabend war in Berlin der 24-jährige Tunesier Anis Amri nach bisherigen Ermittlungsergebnissen mit einem gekaperten Lastwagen auf einem Weihnachtsmarkt in die Menschenmenge gerast. Bei der Tat kamen zwölf Menschen ums Leben, 45 wurden verletzt. Der Islamist wurde am Freitag auf der Flucht in Mailand von Polizisten erschossen.

SDA-ATS